Der Film bewege sich im Spannungsfeld zwischen "grandios" und "unglaublich anstrengend". Tom Cruise spiele als Digger Rockwell einen Industriemagnaten, "der alles kontrollieren und alles schaffen will. Aber an diesem Größenwahn scheitert er, weil es einen Twist gibt, der alles in Frage stellt und leider auch den Film zu einem luftleeren Raum werden lässt", sagt die Filmkritikerin.
"Shaun das Schaf - Spuk im Kürbisfeld"
Der Film "Shaun das Schaf - Spuk im Kürbisfeld" ist das Kontrastprogramm zu "Digger". Shaun experimentiert mit Wachstumsmitteln an Kürbissen, entfesselt versehentlich ein haariges Monster, das die Bewohner der Farm und des nahen Dorfes in Angst und Schrecken versetzt. Anna Wollner hat unter anderem die Kulisse des Films überzeugt, die das Animationsstudio Aardman am Set wirklich aufgebaut hat.
Zu sehen seien Holz, Stoff, Fell, Knetmasse und manchmal sogar Fingerabdrücke. "Diese Handarbeit sieht nicht nur hübsch aus, sondern trägt den ganzen Film." Trotz digitaler Technik bekämen die Kinozuschauer eine "greifbare Welt" geboten. "Shaun das Schaf - Spuk im Kürbisfeld" ist für die Kinokritikerin ein "verschrobener, liebevoller Halloweenfilm, der auch für Kinder nicht zu gruselig ist."
"Corpus Delicti" - nach dem Roman von Juli Zeh
Der Film "Corpus Delicti" zeigt eine dystopische Gesellschaft, in der die Gesundheit der Menschen zum obersten Gebot und damit zum Instrument totaler Kontrolle geworden ist. "Alle tragen einen Chip. Alles wird überwacht." Der Stoff ist für Anna Wollner hochaktuell, obwohl der gleichnamige Roman von 2009 ist. "Körpertracking, Gesundheitsdaten und der Glaube daran, dass Algorithmen objektiver entscheiden als Menschen, wirken heute aktueller als damals."
"Corpus Delicti" bewertet die Filmkritikerin als "soliden und dystopischen" Thriller. "Aber der Film macht aus Juli Zehs radikalen Fragen nach Freiheit, Kontrolle und Selbstbestimmung einen ziemlichen konventionellen Verschwörungskrimi. Er ist optisch glatt, erzählerisch spannend, aber weniger unbequem als die Vorlage."
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