Die Stimmung in Deutschland ist angespannt wie selten zuvor. Immer mehr Menschen haben das Gefühl, der Staat verliere die Kontrolle – über die innere Sicherheit, über die gesellschaftliche Entwicklung, über die Zukunft des Landes. Der Bielefelder Soziologe und Konfliktforscher Andreas Zick ist überzeugt: Gewaltbereitschaft ist inzwischen kein Phänomen von Randgruppen. Repräsentative Studien haben ergeben: Vor allem in der Mitte der Gesellschaft wird Gewalt immer mehr akzeptiert.
Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) kennt das, insbesondere jetzt vor Wahlkämpfen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, aufgeheizte politische Klima im Osten Deutschlands. Die Journalistin Julia Ruhs stellt sich der Frage: Machen Medien Stimmung? Oder haben Journalistinnen und Journalisten jahrelang Ängste nicht ernst genug genommen? "Die verunsicherte Gesellschaft: Gewalt, Angst und der Ruf nach Ordnung." - das Thema beim SWR Demokratieforum.