Autogipfel: Warum die Debatte ums Verbrenner-Aus nicht hilft

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Von Autor/in Andreas Böhnisch

Im Kanzleramt kommen heute Vertreter von Automobilindustrie, Gewerkschaften und Politik zum sogenannten Autogipfel zusammen. Dabei soll es um die aktuelle Lage und Zukunft der Branche gehen. Die Automobilindustrie steckt in einer Krise.

"Ob das Verschieben des Verbrenner-Aus zur Lösung beiträgt, ist fraglich", sagt Professor Martin Gornig, Forschungsdirektor für Industriepolitik am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Seiner Meinung nach hat langes Zögern in der Vergangenheit mit beigetragen zum heutigen Problem. So habe das Setzen und konsequente Durchhalten von E-Mobilität China zum Erfolg geführt und Deutschland zum Misserfolg.

Menschen in Deutschland kaufen keine Elektroautos, weil es keine Ladeinfrastruktur gibt. Es wird keine Ladeinfrastruktur aufgebaut, weil es keine Elektroautos gibt.

Das Problem der E-Mobilität sei laut Gornig nicht mit einem günstigeren Strompreis oder weniger Kfz-Steuer behoben. "Um die Kosten zu senken, brauchen wir höhere Stückzahlen", sagt Gornig. So komme man wieder zu dem, was die deutsche Automobilindustrie erfolgreich gemacht hat: die beste Technologie zu einem bezahlbaren Preis.

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Beim Autogipfel im Kanzleramt suchen Politik und Branchenvertreter nach Lösungen für die schwächelnde Automobilindustrie. Was Unternehmen in Baden-Württemberg sich erwarten.

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Um die Branche wieder zu stärken, müsse man konsequent auf den Strukturwandel setzen. Was genau er damit meint, erklärt Professor Gornig vom DIW im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.

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Der Brüsseler Kommissar für Industriepolitik, Sejourne, hat heute Autobauer und Zulieferer aus dem Raum Stuttgart besucht - darunter Mercedes-Benz, Porsche, Bosch und Mahle. Begleitet wurde er von Delegierten der EU-Kommission. Initiiert wurde der Stuttgarter Automobil-Gipfel von Oberbürgermeister Frank Nopper.

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