IT und Medienbildung als Fach: Lehrkräfte finden den Ansatz gut, die Vorbereitung nicht
Mit dem neuen Schuljahr steht in Baden-Württemberg ein neues Pflichtfach auf dem Plan: In "Informatik und Medienbildung" sollen Kinder und Jugendliche ab der 5. Klasse ein Grundverständnis bekommen, was technologisch und datenrechtlich passiert, wenn sie am Smartphone oder Tablet sind. Zusätzlich geht es um Medienkompetenz, den aufgeklärten Umgang mit Einflussnahme, Desinformation und Fakes. Doch wie der komplexe Stoff konkret vermittelt werden soll, ist noch nicht klar - der Bildungsplan ist erst in Arbeit. Viele Lehrkräfte fühlen sich deshalb schlecht vorbereitet, kritisiert zum Beispiel die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Auch die Kombination bzw. Gewichtung der beiden Bereiche finden nicht alle sinnvoll. Einigkeit herrscht darin, dass ein solches Fach überfällig war, zeigt auch die Reportage von Wolfgang Brauer aus einem Gymnasium bei Stuttgart.
Wie wichtig das neue Fach für den zunehmend digitalen Arbeitsmarkt ist, besprechen wir mit Lewis Erckenbrecht, Experte für Bildungspolitik bei Bitkom. Nicht nur der Digitalverband drängt schon lange auf verbindliche Informatik- und Medienbildung in allen Schulformen. Vor allem mit Blick auf den wachsenden Fachkräftemangel und die geringe Frauenquote in IT-Berufen. Warum IT und Medienkompetenz tatsächlich eine große Schnittmenge haben und warum es trotz bester Fortbildung nicht ohne private Eigeninitiative seitens der Lehrkräfte geht, erklärt er im Interview.
Weitere Themen der Sendung:
- Trachtenkleid und Lederhose: Kompetent beraten im "Dirndlstore" in Bad Kreuznach. Wirtschaftsreporterin Sabine Geipel hat sich diesen besonderen Arbeitsplatz angesehen.
- Darf der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung stoppen, weil er das Attest anzweifelt? Antwort von Arbeitsrechtlerin Julia Englert.