Ausbildungskrise: Wie Schornsteinfeger die Kehrtwende geschafft haben
In diesen Tagen startet in Baden-Württemberg das Ausbildungsjahr. In vielen Betrieben freut man sich auf die neuen Kolleginnen und Kollegen, in anderen Unternehmen gibt es statt frischer nur langer Gesichter - weil es wieder mal zu wenig geeignete Bewerbungen auf die Ausbildungsstellen gab. Bei den Schornsteinfegern in Baden-Württemberg ist das Problem in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden: Die Betriebe im Land bilden heute anderthalbmal so viele junge Leute aus wie vor sechs Jahren. Wie ist es dem altehrwürdigen Handwerk gelungen, sein Image aufzupolieren? Und was fasziniert junge Leute an dem Beruf? Bericht von Ivonne Schowtka aus Heilbronn-Franken.
Im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen wird die Bewerberlücke dagegen größer. Betriebe der IHKs in Baden-Württemberg dürften aller Voraussicht nach mit weniger abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ins neue Jahr starten als zuletzt. Schwer mit der Nachwuchssuche tun sich derzeit vor allem Betriebe aus Bereichen, die mit dem Strukturwandel zu kämpfen haben. Was muss passieren, um die Bewerberzahlen zu erhöhen? Und können die IHK-Betriebe bei der Ausbildungsattraktivität etwas vom Handwerk lernen? Fragen an Dr. Susanne Herre, Hauptgeschäftsführerin der IHK Region Stuttgart.
Weitere Themen der Sendung:
- Vom Haupterwerb zum Zubrot? RP-Winzer auf neuen Wegen. Reportage von Wolfgang Brauer.
- Trotz schulpflichtiger Kinder: Darf mir mein Chef einen mehrwöchigen Urlaub in den Sommerferien untersagen? Antwort von Arbeitsrechtler Michael Felser.