SWR Symphonieorchester | Freiburg

Giorgi Gigashvili und Jukka-Pekka Saraste mit Werken von Schumann und Brahms

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Stand
Datum
Beginn
/ 19:00 Uhr Konzerteinführung
Adresse
Freiburg, Konzerthaus
Tickets
Programm
Robert Schumann
Klavierkonzert a-Moll op. 54
Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Mitwirkende
Giorgi Gigashvili, Klavier
SWR Symphonieorchester
Jukka-Pekka Saraste, Dirigent

Vielseitigkeit kann nicht schaden – das denkt sich vielleicht auch der junge georgische Pianist Giorgi Gigashvili. Als Kind ist er von der georgischen Volksmusik begeistert und gewinnt seinen ersten Wettbewerb: als 13-Jähriger Sänger im Rahmen der georgischen Fassung von "The Voice". Während der Pandemie gründet Gigashvili dann eine experimentelle Popformation namens Tsduneba – und dann sahnt er diverse Preise als Pianist ab. Sein Sinn für Gesangliches wird hilfreich sein in diesem gerade so melodisch einfallsreichen Werk, das Schumann im Sinne einer Phantasie komponierte. Clara Schumann war jedenfalls ganz angetan von der neuen Schöpfung ihres Mannes Robert: "Wie reich an Erfindung", schrieb Clara, "wie frisch und welch ein schönes zusammenhängendes Ganzes."

Jaja, der viel zitierte "Schatten Beethovens": Schumann sucht und findet Wege, um nicht allzu sehr verglichen zu werden. Man könnte sagen: Er bleibt mit seinen hellen, freundlichen und melodischen Sinfonien lieber gleich in der Sonne. Brahms hingegen ist ganz anders gestrickt: Er begibt sich in die Höhle des Löwen. Er ringt wie einst Beethoven mit Formen, Motiven und Themen – und das im Fall seiner ersten Sinfonie sehr lang. Fast 20 Jahre arbeitet er mal mehr, mal weniger an dem Werk. Und dann wird die Sinfonie nach ihrer Karlsruher Premiere im Jahr 1876 auch –  so meint es der Musikwissenschaftler Giselher Schubert – nur "mehr geachtet und respektiert als geliebt". Zum Glück haben sich die Zeiten geändert: Der finnische Dirigent Jukka-Pekka Saraste weiß von der Modernität dieses sinfonischen Erstlings. Und er kennt sicher auch den Essay, den Arnold Schönberg im amerikanischen Exil schrieb: "Brahms, der Fortschrittliche".