Programm
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 5 B-Dur (WAB 105)
Adagio – Allegro (mäßig)
Adagio
Scherzo. Molto vivace – Trio. Allegretto
Finale. Adagio – Mäßig bewegt
Mitwirkende
SWR Symphonieorchester
John Storgårds, Dirigent
Sinfonische Evolution
Anton Bruckner war ein sinfonischer Spätentwickler. Der Oberösterreicher wirkte als Hilfslehrer in der Marktgemeinde Sankt Florian, spielte dort die Orgel und studierte nebenbei Musiktheorie und Kontrapunkt in Wien. Erst durch die Berufung zum Domorganisten in Linz wurde er im Alter von 31 Jahren hauptberuflich zum Musiker. Bei dem fast zehn Jahre jüngeren Theaterkapellmeister Otto Kitzler begann er, Komposition zu studieren. Nach ersten Versuchen errang Bruckner 1873 mit seiner zweiten Sinfonie in Wien einen Achtungserfolg. Mit diesem Werk fand er seine individuelle Stimme. Das wachsende Zutrauen in seine eigenen Fähigkeiten als Komponist belegt, wie er bei den Widmungen seiner Sinfonien in der Hierarchie aufstieg: Die dritte Sinfonie eignete er dem von ihm bewunderten Komponistenkollegen Richard Wagner zu, die nächste Constantin Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst, dann folgten der Kultusminister Karl Ritter von Stremayr (Nr. 5), der Philosophieprofessor Ritter von Oelzelt-Nevin und seine Gattin Amy, geborene Edle von Wieser (Nr. 6), König Ludwig II. von Bayern (Nr. 7), der Kaiser von Österreich (Nr. 8) und schließlich "dem lieben Gott" (Nr. 9).
Auf Anraten von Freunden und Dirigenten überarbeitete er seine Sinfonien vielfach. Um Aufführungen nicht zu gefährden, ließ er Musikern oft freie Hand, auch wenn er nicht alle Eingriffe in seine Partituren billigte. Die verspätete erste Aufführung einer bearbeiteten Version seiner fünften Sinfonie in Graz konnte er wegen einer schweren Erkrankung zwei Jahre vor seinem Tod nicht miterleben. So wie sich seine langen Orchesterwerke ganz allmählich zu grandiosen Steigerungen hin entwickeln, fand Bruckner erst schrittweise Anerkennung. Die Bedeutung vieler seiner originalen Sinfoniefassungen und die Wechselwirkung mit seiner Sakralmusik wurde erst nach und nach im 20. Jahrhundert erfasst.
(Text von Meinhard Saremba, aus dem Programmheft)
SWR Web Concerts
SWR Web Concerts Pablo Heras-Casado dirigiert Werke von Anton Bruckner
Mit Christina Landshamer, Sophie Harmsen, Daniel Behle und Franz-Josef Selig. Pablo Heras-Casado dirigiert das SWR Vokalensemble, den WDR Rundfunkchor und das SWR Symphonieorchester. Livemitschnitt der Saisoneröffnung des SWR Symphonieorchesters in der Stuttgarter Liederhalle vom 13.9.2024.
SWR Web Concerts Jonathan Nott dirigiert Bruckners Zweite
Jonathan Nott dirigiert ein Konzert des SWR Symphonieorchesters mit Werken von Schumann und Bruckner. Mit Anna Vinnitskaya (Klavier). Livemitschnitt in der Liederhalle Stuttgart vom 11. Juni 2021.
SWR Web Concerts Bruckners Sechste mit Kent Nagano
Kent Nagano dirigiert ein Konzert des SWR Symphonieorchesters mit Werken von Schönberg und Bruckner. Mit Mari Kodama (Klavier). Livemitschnitt in der Liederhalle Stuttgart vom 19. Juli 2019.
SWR Web Concerts Christoph Eschenbach dirigiert Bruckners Siebte
Konzert des SWR Symphonieorchesters mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Anton Bruckner. Mit Christopher Park (Klavier). Livemitschnitt in der Liederhalle Stuttgart vom 3. November 2017.
SWR Web Concerts Teodor Currentzis dirigiert Bruckners Neunte
Teodor Currentzis dirigiert ein Konzert des SWR Symphonieorchesters. Livemitschnitt in der Liederhalle Stuttgart vom 19. Januar 2018.
SWR Web Concerts SWR Vokalensemble: Bruckner, Pärt u.a.
Das SWR Vokalensemble singt Werke von Anton Bruckner, Charles Ives, Morton Feldman und Arvo Pärt. Livemitschnitt im Dom zu Speyer vom 25. Mai 2017 im Rahmen der Schwetzinger SWR Festspiele.
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Alle verfügbaren Konzertvideos der Ensembles und Festivals des SWR im Überblick.
In der ARD Mediathek ARD-Klassik: Musikalische Welten von Barock bis Filmmusik
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