Ironman-WM auf Hawaii

"Extrem glücklich" - Laura Philipp feiert zweiten Platz bei der Ironman-WM

Triathletin Laura Philipp hat bei der Ironman-WM auf Hawaii ihren persönlichen Medaillen-Hattrick geschafft. Die Heidelbergerin lief dank einer packenden Aufholjagd auf den Silberrang.

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Nach acht Stunden, 39 Minuten und 34 Sekunden hartem Kampf strahlte Laura Philipp auf Hawaii über das ganze Gesicht. Winkend und jubelnd lief die Heidelbergerin bei der Ironman-WM als Zweite ins Ziel. Das bedeutete: WM-Silber und Freude pur. "Ich bin extrem glücklich, es fühlt sich fast wie ein Sieg an", sagte sie danach im ZDF. "Das hat sie saustark gemacht", lobte ihr Trainer und Ehemann Philipp Seipp nach dem Medaillen-Coup.  

Philipp mit Problemen beim Schwimmen

Nach ihren dritten Plätzen 2023 und 2025 schaffte Philipp es zum dritten Mal in Folge auf Big Island aufs Podest. Nach 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen fehlten der Heidelbergerin gut drei Minuten auf die siegreiche US-Amerikanerin Taylor Knibb. Damit ist Philipps eigener WM-Medaillensatz auch perfekt, denn 2024 hatte sie in Nizza den Titel gewonnen.

Dabei war das Rennen für die 39-Jährige gar nicht gut losgegangen. Regen in der Nacht hatte den Pazifik vor Hawaii aufgewühlt, es wurde herausfordernd im knapp 28 Grad warmen Wasser. So hatte Philipp in ihrer schwächsten Disziplin extrem mit dem starken Wellengang zu kämpfen und ließ als 30. eine Lücke von achteinhalb Minuten auf die Spitze reißen. Mit dem Schwimmen sei es "kein guter Start gewesen. Aber es wurde zum Glück immer besser", fasste sie das erste Renn-Drittel zusammen.

Philipp mit starker Aufholjagd im Marathon - Drama um Norwegerin

Auf dem Rad machte die erfahrene Triathletin mit einer cleveren Renneinteilung Platz um Platz gut, schob sich bis in die Top Ten nach vorne. Der Rückstand zur Spitze wuchs aber auf zehn Minuten. Beim Marathon begann dann endgültig die Aufholjagd, schon bei Kilometer 30 übernahm sie Position drei. Ihr Coach Seipp hatte ihr geraten, sie solle Geduld haben. Und das zahlte sich aus: Denn während Philipp gleichmäßig schnell blieb und irgendwann schon auf Rang vier lag, erwischte es die vor ihr liegenden Lucy Charles-Barclay (Großbritannien) und die Titelverteidigerin Solveig Lövseth. 

Die Norwegerin erlebte ein kleines Drama kurz vor dem Ziel. Anderthalb Kilometer vor dem Ende brach sie völlig erschöpft und von Krämpfen geplagt zusammen, musste medizinisch versorgt werden, während Knibb und Philipp an ihr vorbeizogen. Lövseth kämpfte sich dann aber unter großem Jubel gehend noch als Achte über die Ziellinie, wo Knibb und Philipp zu den ersten Gratulantinnen gehörten - bevor sie ihre Medaillen abholten.

Laura Philipp setzt deutsche Serie auf Hawaii fort

Sie sei "unheimlich glücklich, dass es so gut ausgegangen ist. Wir haben ja erlebt, wie brutal die Bedingungen für viele andere waren", so Philipp. Und dann fügte sie noch hinzu: "Ich freue mich jetzt auf einen leckeren Kuchen."

Mit ihrem erneuten Medaillen-Coup setzte die Laufspezialistin auch die schwarz-rot-goldene Serie fort, seit 2008 stand bei der Austragung des Ironman Hawaii immer mindestens eine Deutsche oder ein Deutscher auf dem Podest. Erstmals seit 2019 traten Männer und Frauen am selben Tag auf Big Island an, nachdem die Rennen zuletzt im wechselnden Jahres-Rhythmus auf Hawaii und Nizza aufgeteilt waren.

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Sophie Salmen

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