Olympia 2026

Wie es Skilangläufer Jan Stölben an die Weltspitze geschafft hat

Jan Stölben aus Manderscheid in der Eifel lebt seinen Olympiatraum. In seiner eigenen Hütte in Norwegen bereitet er sich auf das größte Highlight seiner Karriere vor.

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Eine verschneite Hütte irgendwo im südlichen Norwegen. Hier wohnt und trainiert der Skilangläufer Jan Stölben. Die nächste etwas größere Stadt mit rund 21.000 Einwohnern ist Lillehammer.

Ganz allein oben im Norden fühlt sich der 24-Jährige am wohlsten. "Für mich ist es ein ganz tiefes Gefühl von Freiheit und Ruhe“, so Stölben. In der Winterlandschaft von Norwegen könne er seine Gedanken am besten sortieren.

Stölbens ungewöhnlicher Weg

Stölbens Weg an die Weltspitze der Skilangläufer ist ein ungewöhnlicher. Er wächst in Manderscheid in der Eifel auf. Alles andere als eine echte Wintersportregion. Doch als Teenager entdeckt er seine Leidenschaft für den Ski-Langlauf. Doch in der Eifel droht sein Traum von der Wintersportkarriere zu scheitern.

So wird Stölben auf dem Sportinternat abgelehnt. Er trainiere zu wenig auf Schnee, daher sei die Technik zu schlecht. Doch Stölben lässt nicht locker. "Meine größte Stärke ist der Wille, alles andere hinten anzustellen. Nicht in den Urlaub, kein Alkohol, dran zu glauben, dass es funktionieren kann. Diesen Sport zu lieben", erklärt Stölben.

Erster Deutscher Meister aus der Eifel

Der Langläufer hat es geschafft, seine Kritiker zum Schweigen zu bringen. Er gehört längst fest zum deutschen Weltcup-Team und ist Deutschlands bester Sprinter. Als erster Eifeler überhaupt wurde Stölben Deutscher Meister und das gleich viermal.

Es sind aber nicht nur Erfolge, die den 24-Jährigen anspornen und besser machen, auch Rückschläge formen ihn. In seiner eigenen Hütte in Norwegen erinnert die Startnummer sieben an eines seiner emotionalsten Rennen.

Die Rede ist von der WM 2025 in Trondheim. Für Stölben geht mit der WM-Teilnahme ein Traum in Erfüllung und es läuft auch richtig für ihn. Im Viertelfinale sprintet er ganz vorne mit. Das Rennen seines Lebens bahnt sich an, doch dann stürzt kurz vor ihm der Schweizer Janik Riebli. Stölben kann nicht mehr ausweichen und verpasst eine WM-Medaille.

Mit Olympia geht ein Traum in Erfüllung

"Das war ein Tritt in die Magengrube, aber ich kann mir keinen Vorwurf machen. Es gibt Dinge, die passieren halt", sagt Stölben über sein bitteres Aus bei der WM 2025 in Trondheim.

Besser läuft es für ihn am 3. Januar 2026, beim Klassiksprint der Tour de Ski in Val di Fiemme. Der 24-Jährige qualifiziert sich sensationell zum ersten Mal in seiner Karriere für das Finale und löste damit auch gleich das Olympiaticket.

Mit Olympia geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Der nächste Meilenstein für den Mann aus Manderscheid, der seine Kraft in der Ruhe Norwegens schöpft.

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Elias Bock
Ein Film von
Benjamin Wüst