Malaika Mihambo lieferte im Londoner Hexenkessel einen waschechten Mihambo-Wettkampf ab. Die Weitsprung-Weltmeisterin und -Olympiasiegerin leistete sich vier Fehlversuche. "Technisch waren sie gut. Sie waren nur nicht gültig", sagte Mihambo und haderte etwas mit ihrem Anlauf: "Ich war einfach sehr schnell heute und musste mit den Anlauf immer weiter nach hinten." Beim fünften Sprung passte der Anlauf und Mihambo katapultierte sich auf 7,05 Meter und damit auf Platz eins. Die Fehlversuche wurmten sie. "Mit einer neuen Seasonal Best von mehr als sieben Metern bin ich trotzdem ganz zufrieden."
Mihambo optimistisch für die Leichtathletik-EM
Noch in der Sandgrube riss die 32-Jährige die Arme in die Höhe, ihr fiel ein Stein vom Herzen. Der erste Sieben-Meter-Sprung der Saison sicherte Mihambo ein erfolgreiches Comeback. Nach einem unglücklichem Absprung Ende Mai in Dresden hatte sie lange mit Rücken-Problemen zu kämpfen gehabt. Sie konnte erst zehn Tage vor dem Wettkampf wieder trainieren. Mihambo sagte im Hinblick auf die Leichtathletik-EM in Birmingham (10. bis 16 August), "dass da auf jeden Fall noch sehr viel Potenzial übrig ist, das ich heute nicht zeigen konnte."
In Birmingham dürfte sich Mihambo im Kampf um Gold vor allem mit der Italienerin Larissa Iapichino, in London Dritte (6,82 Meter ), auseinandersetzen müssen, die in diesem Jahr schon 7,12 Meter gesprungen ist. Aber Mihambo ist optimistisch: "Ich bin noch nicht ganz da, wo ich hin will. Aber die Kurve zeigt nach oben".