Leichtathletik-EM in Birmingham

Gesa Krause vor EM-Start: "In der besten Form meines Lebens am Start stehen"

Gesa Krause läuft in Birmingham um ihr drittes EM-Gold. Mit frischen 34 Jahren fühlt sie sich so gut wie nie.

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Stand

Die erste Party durfte Gesa Krause bereits Anfang August feiern. Mit Champagner, Tochter Lola und Ehemann Robert zelebrierte die Hindernisläuferin ihren 34. Geburtstag. Das Highlight im neuen Lebensjahr steht nun direkt vor der Tür: die Leichtathletik-EM in Birmingham. Damit dort die nächste Feier folgen kann, muss jedoch alles zusammenpassen.

Gesa Krauses Form stimmt

Die Form und das Mindset stimmen bei Krause bereits. "Ich freue mich einfach auf diese Europameisterschaften. Nach den Wettkämpfen, die ich bisher bestritten habe, weiß ich, dass meine Grundschnelligkeit stimmt, meine Ausdauer stimmt und auch die Hindernisdistanz passt." Bis zum Vorlauf am EM-Eröffnungstag am Montag gehe es nun nur noch darum, "den letzten Feinschliff zu finden, damit ich hoffentlich in der besten Form meines Lebens am Start stehe".

Leinfelden-Echterdingen, Birmingham

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Krause will auf jeden Fall eine EM-Medaille

Ihre beeindruckende Verfassung hatte Krause bereits vor zwei Wochen bei den deutschen Meisterschaften in Bochum/Wattenscheid unter Beweis gestellt. Mit 9:24,40 Minuten über 3000 m Hindernis sicherte sie sich nicht nur den Titel, sondern lief auch schneller als je zuvor bei einer nationalen Meisterschaft. Auch für die EM formulierte Krause ihre Ambitionen klar. "Das Ziel ist eine Medaille, wenn das nicht passieren wird, wäre ich schon sehr enttäuscht. Und ich hoffe, dass es die Farbe sein wird, die mir am besten gefällt."

Wattenscheid

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Bereits zwei Goldmedaillen bei einer EM

Bereits 2016 und 2018 hatte die gebürtige Ehringshäuserin EM-Gold gewonnen – damals allerdings noch nicht als Mutter. Seit 2023 gehört auch Tochter Lola zum Trainingsalltag der Hindernisläuferin. "Der Hauptfokus liegt immer darauf, sportliche Leistung zu bringen und gleichzeitig für meine Tochter da zu sein", sagte Krause. Dass Lola inzwischen in den Kindergarten gehe, helfe "enorm".

Trotz der Doppelbelastung aus Leistungssport und Familienalltag wagte Krause nach der WM 2025 in Tokio neue Wege. Sie konzentrierte sich zwischenzeitlich auf den Straßenlauf. Beim Halbmarathon in Berlin erreichte sie in starken 1:08:59 Stunden das Ziel. Der Versuch, den Ausflug auf die Straße anschließend auf die Marathondistanz auszudehnen, scheiterte jedoch.

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Im Dezember 2025 startete Krause in Valencia erstmals über die 42 Kilometer – nach 34 Kilometern musste sie erschöpft aufgeben. "Ich hatte die Illusion, dass es leichter ist, den Spagat zwischen Mittelstrecke und Marathon zu schaffen", sagte Krause und stellte klar: "Ich will gar nicht sagen, dass ich nie wieder einen Marathon laufen werde, das war eine gute Basis. Aber mein Herz gehört der Mittelstrecke. Ich bin Gesa, die Hindernisläuferin. Das ist meine Strecke, und bis Olympia bleibe ich dieser Strecke treu."

Als 34-Jährige gehört Krause gemeinsam mit Titelverteidigerin Alice Finot (35) zu den ältesten Athletinnen im EM-Feld der Hindernisläuferinnen. Für die Deutsche ist das jedoch kein Nachteil. "Das Alter ist nur eine Zahl auf dem Papier, aber ich fühle mich gar nicht so alt, sondern so, als würde ich genau hierhergehören", sagte Krause. "Ich fühle mich eigentlich so gut wie nie zuvor."