Einer fast perfekten ersten Halbzeit lässt ratiopharm Ulm in Litauen eine holprige zweite Halbzeit folgen. Am Ende siegt der deutsche Vizemeister bei Lietkabelis Panevezys mit 98 zu 94.
Starkes erstes Ulmer Viertel
Tobias Jensen startet am besten in die etwas gemächliche Anfangsphase des Spiels. Der junge Ulmer Aufbauspieler macht die ersten fünf Punkte für sein Team. Insgesamt läuft bei beiden Mannschaften im ersten Viertel noch nicht viel zusammen. Die Gastgeber nehmen deshalb auch nach fünf Minuten (4:10) die erste Auszeit. Ihr Spiel wird dadurch ein bisschen dynamischer, aber nicht besser. Ulm kann sich bis zum Ende des Viertels weiter absetzen (17:28), weil unter anderem mit Brown, Diakite und Sengfelder viel Schwung von der Bank kommt.
Ulm hat den Gegner im Griff
Im zweiten Viertel werfen die Ulmer die ersten Würfe daneben. Panevezys kommt näher. Kleiner als fünf Punkte wird der Vorsprung der Gäste jedoch nicht. Vor allem durch seine Schnelligkeit kommt das Team von Trainer Ty Harrelson immer wieder zu Punkten. Hinzu kommt eine hellwache Ulmer Abwehr. Der Deutsche Vizemeister ist in dieser Phase die klar bessere Mannschaft. 19 Punkte Vorsprung zur Pause sind eine echte Ansage! Halbzeitstand: 42 zu 61.
Ulm wackelt im dritten Viertel
Die zweite Halbzeit beginnt für Ulm mit drei Minuten Leerlauf. Christopher Ledlum beendet die Ulmer Negativ-Serie mit fünf Punkten. Weil bei Panevezys jedoch fast alles fällt, ist die Führung der Gäste Mitte des dritten Viertels nur noch einstellig (58:66). Die aufkommende Stimmung in der Arena dämpft Ledlum mit einem Steal, inclusive anschließendem Dunking. Jetzt ist Ulm wieder in der Spur. Mit Augustine Rubit ist es aber ausgerechnet ein Ex-Ulmer, der für die Heimmannschaft punktet. Nach einem starken dritten Viertel (29:19) ist das Team aus Litauen zehn Minuten vor Schluss wieder in Schlagdistanz (71:80).
Mit viel Zittern zum Auswärtssieg
Im letzten Viertel geht es hin und her. Ulm ist weit weg vom überragenden Highspeed-Basketball aus der ersten Halbzeit. Doch Ulm hat Glück, auch beim Gegner klappt in den letzten Minuten nicht mehr alles. Nach einem Schrittfehler von Mark Smith wackelt Ulm zwei Minuten vor Schluss nochmal. Doch der Amerikaner macht mit seinem ersten Dreier kurz darauf seinen Fehler wieder gut. So zittern die Ulmer den dritten Sieg im dritten Eurocup-Spiel der Saison ins Ziel. Bester Ulmer Werfer ist Chrsitopher Ledlum mit 26 Punkten.
Für ratiopharm Ulm steht am kommenden Sonntag das nächste Spiel an. Ulm ist dann im BBL-Pokal zu Gast bei Alba Berlin.