Nach einer bislang enttäuschenden Saison hat der traditionsreiche Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften im italienischen Varese nur knapp den Titel verpasst und Silber gewonnen. Das vom Koblenzer Jonas Wiesen gesteuerte Boot lieferte sich ein packendes Duell mit Rumänien und musste sich nach 2.000 Metern geschlagen geben. Bronze ging an Gastgeber Italien.
Weltspitze ist erst bei der WM in Amsterdam dabei
Die europäischen Top-Nationen Großbritannien und die Niederlande verzichteten auf eine Teilnahme, um sich auf die Weltmeisterschaften in Amsterdam vom 24. bis 30. August vorzubereiten. "Das spielt jetzt erstmal keine Rolle", sagte Steuermann Wiesen nach dem EM-Silber im Interview. "Natürlich fehlen die Briten und die Niederländer hier, aber wir sind erstmal froh, ein gutes Rennen und einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Das ist für uns entscheidend für das Rennen in Amsterdam."
Zuvor war der Deutschland-Achter bei den Weltcups in Sevilla und Luzern jeweils Vierter geworden. Bei der WM 2025 in China scheiterte der Achter bereits im Vorlauf. Seit dem EM-Titel 2020 wartet das Boot auf einen weiteren großen internationalen Sieg.