Ludwigsburg kam bis zur Pause nicht ins Spiel. Trier setzte sich ab, verteidigte stark und führte zur Halbzeit 47:27. Die Gastgeber steigerten sich danach deutlich. Drei Minuten vor Ende wurde es richtig knapp. Doch Triers Neuzugang Justin Simon sicherte den Gästen kurz vor Schluss den 94:80-Sieg.
Schrecksekunde für Trier am Anfang
Triers neuer Center EJ Onu nutzte seine 2,13 Meter Körpergröße gleich mehrfach in der Anfangsphase aus und machte sechs Punkte in Folge. Dann folgte eine Schrecksekunde für die Gladiators. Ihr neuer Center verletzte sich unglücklich unter dem Ludwigsburger Korb am Fußgelenk.
Onu biss aber auf die Zähne und kehrte zurück. Sein Team spielte eine gewohnt starke Verteidigung und traf deutlich besser als Ludwigsburg, was zu einer eigentlich beruhigenden 20-Punkte-Führung zur Halbzeit führte.
Basketball im SWR Basketball-Europapokal: SWR überträgt Spiele der Gladiators Trier live
Der SWR wird Spiele der Gladiators Trier im Europe Cup live im Internet zeigen. Am Mittwoch starten die Basketballer mit einem Heimspiel gegen Batumi in den Wettbewerb.
Nach der Pause steigert sich Ludwigsburg
Ludwigsburg übernahm nach der Pause das Kommando und zeigte Charakter. Das Team kämpfte sich Korb um Korb an Trier heran.
Wir brauchten das dritte Viertel als Weckanruf.
Allein im dritten Viertel gelangen den Gastgebern 33 Punkte. "Wir brauchten dieses dritte Viertel als Weckanruf. Ein Spiel geht über 40 Minuten", sagte Triers Justin Simon nach der Partie beim Streamingdienstleister Dyn.
Simon macht die wichtigen Punkte
Vier Minuten vor Schluss erreichte der "Weckanruf" dann auch wirklich alle Trierer. Ludwigsburg kämpfte sich bis auf vier Punkte heran. Trier hielt aber dagegen und verteidigte jetzt besser. Und "Mr. Weckruf" Justin Simon war am Ende der Matchwinner für Trier.
Innerhalb von 21 Sekunden gelang Simon das Kunststück, einen wichtigen 3-Punkte-Wurf zu verwandeln, Ludwigsburg zweimal den Ball abzunehmen und schließlich mit einem Dunking die entscheidende 11-Punkte-Führung herauszuspielen.
Am kommenden Mittwoch geht es direkt im Europe Cup weiter für Trier. In eigener Halle empfangen die Gladiators den georgischen Meister aus Batumi. Es ist das erste Trierer Europapokalspiel seit 25 Jahren. Der SWR überträgt das Spiel live auf dem YouTube-Kanal von SWR-Sport und zusätzlich im Stream auf der swr.de/sport.