Drei der letzten vier Saisons beendete der Allianz MTV Stuttgart als Meistermannschaft. Die Zeichen auf eine erneut sehr erfolgreiche Saison standen gut: Nur eine Niederlage in 20 Spielen, nur acht verlorene Sätze gegenüber 59 gewonnenen, zwei Siege gegen Halbfinalgegner Dresden in der Hauptrunde. Trainer Konstantin Bitter versuchte die Erwartungen an sein Team im Vorhinein trotzdem zu dämpfen: Er erwarte enge Spiele, sagte er gegenüber dem SWR - und die sollte er auch bekommen. Beide Partien endeten im Tie-Break, den jeweils der Dresdner SC für sich entscheiden konnte.
Im Hinspiel vor heimischen Fans führte der Allianz MTV Stuttgart nach Sätzen mit 2:1 und hatte nach dem Dresdner Ausgleich im entscheidenden fünften Satz sogar drei Matchbälle, die die Stuttgarterinnen allerdings alle vergaben und sich am Ende dem Dresdner SC mit 16:14 geschlagen geben mussten. Im Rückspiel konnten die Spielerinnen aus Stuttgart den ersten Satz für sich entscheiden, mussten sich allerdings nach zwei verlorenen Sätzen dann im vierten Durchgang den Tie-Break erkämpfen - der trotz der starken Aufholjagd mit 15:13 an den Dresdner SC ging.
Die eigentlich so erfolgreiche Saison beenden die Stuttgarterinnen somit zum zweiten Mal in Folge ohne Titel. Zu Buche stehen am Ende eine bittere Finalniederlage im DVV-Pokal gegen den VfB Suhl und eben das Ausscheiden im Play-Off-Halbfinale gegen den Dresdner SC. Trainer Konstantin Bitter zeigt sich grundsätzlich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, wünscht sich in Zukunft aber mehr Ruhe der Spielerinnen in Drucksituationen, wie er im Interview erzählt.
Auch mit Blick auf die kommende Saison ist die Halbfinal-Niederlage bitter. Ein Einzug ins Finale hätte für die Stuttgarterinnen eine Qualifikation für die Champions League bedeutet, durch die Niederlage spielt die Mannschaft in der kommenden Saison erneut "nur" im CEV-Cup. Doch Trainer Bitter hat auch für den zweithöchsten europäischen Wettbewerb große Pläne und hofft auf eine erfolgreiche Saison und mit etwas Losglück sogar auf den CEV-Cup Sieg.