Fußball | Meinung

Pro Verkauf von Nick Woltemade: 60 Millionen sind sehr viel Geld

Der Transferpoker um Nick Woltemade ist noch immer nicht beendet. Bleibt er beim VfB Stuttgart oder geht er zum FC Bayern? Bei den aufgerufenen Summen ist der Angreifer nicht unersetzlich, sagt SWR-Sportredakteur Uwe Castner.

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Von Autor/in Uwe Castner

Eines vorneweg: Die Entwicklung von Nick Woltemade in den vergangenen Monaten ist ohne Frage beeindruckend. Er hat sich beim VfB Stuttgart in die Kategorie "unersetzlich" gedribbelt, so die Aussagen der VfB-Bosse. Und deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Stuttgarter ihn unbedingt behalten wollen. Ein junger deutscher Nationalspieler als Versprechen für die Zukunft. Perfekter Stoff für Fußballromantiker.

Auch bei Nick Woltemade: Es geht ums Geld

Doch im knallharten Profi-Business hat Romantik heutzutage leider keinen Platz. So ist das Werben der Münchner um den 23-jährigen Shooting Star eine logische Konsequenz - ganz egal, wie man zur fragwürdigen Vorgehensweise der Bayern steht, den Spieler zuerst ohne Wissen des VfB kontaktiert zu haben. Es geht aber schlichtweg um Geld, sehr viel Geld.

Stuttgart, München

Fußball | Meinung Contra Verkauf von Nick Woltemade: Der VfB macht alles richtig

Der FC Bayern will Nick Woltemade unbedingt verpflichten, der VfB Stuttgart möchte ihn behalten. Die Schwaben machen in diesem Pokerspiel alles richtig, sagt SWR-Sportredakteur Kersten Eichhorn.

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Dass der VfB ein mutmaßliches Angebot für den Stürmer von kolportierten 60 Millionen Euro kategorisch ablehnt, finde ich, sagen wir, zumindest verwunderlich. Nick Woltemade kam ablösefrei zum VfB, wurde in der vergangenen Saison nicht einmal für die Champions League gemeldet. Das Vertrauen in den Spieler schien anfangs nicht sehr groß gewesen zu sein bei den Verantwortlichen am Neckar.

Nächster sportlicher Schritt mit Woltemade - oder ohne?

Klar, das hat sich seit der starken Rückrunde Woltemades im Brustring-Trikot geändert. Und nachvollziehbar ist auch, dass Trainer Sebastian Hoeneß den nächsten sportlichen Schritt mit seinem Team gehen will. Nur stellt sich mir die Frage, ob Woltemade genau dieser eine unersetzliche Baustein sein soll? Fest steht: Der Spieler hat dem Verein mehrfach seinen Wechselwunsch mitgeteilt. Und obwohl der VfB Nick Woltemade eine absolut professionelle Einstellung attestiert, bleibt bei mir ein Restzweifel, was das tatsächliche Binnenklima betrifft, wenn ein Spieler unbedingt den Club verlassen möchte.

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SWR Sport | Am 09. August ab 21.45 Uhr SWR Sport mit der 2. Liga: Der FCK, der FCH und KSC-Coach Maximilian Senft im Blickpunkt

Es geht wieder los. Am Wochenende startet die 2. Liga in die neue Saison. Studiogast in SWR Sport ist Maximilian Senft, der neue Trainer des Karlsruher SC.

Die Führungsriege beim VfB um Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hatte in der Vergangenheit des Öfteren eindrucksvoll bewiesen, nach prominenten Abgängen herausragende Spieler zu verpflichten. Für Borna Sosa kam Maximilian Mittelstädt, für Waldemar Anton Jeff Chabot und für Wataru Endo verpflichteten die Schwaben Angelo Stiller.

Bisheriger Top-Transfer brachte 35 Millionen Euro

Daher reibe ich mir ein wenig die Augen, dass der Club beharrlich die durchaus hochpreisigen Angebote der Bayern konsequent ignoriert. Zur Erinnerung: Der bisherige Rekordtransfer hatte dem VfB Stuttgart 2019 für den Franzosen Benjamin Pavard 35 Millionen Euro in die Kasse gespült. Die Transfer-Einnahme für Nick Woltemade stünde im positiven Sinnen in keinem Verhältnis dazu. Und wie gesagt: Fabian Wohlgemuth und Co. haben schon oft gezeigt, dass sie in der Lage sind, die absolut passenden Spieler für den VfB zu finden und zu verpflichten. Das Geld aus München würde dies erneut um ein Vielfaches erleichtern.

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Uwe Castner