Bundesliga

Freiburg-Keeper Atubolu: "Das fühlt sich nicht schön an"

Der SC Freiburg muss sich mit einer Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen abfinden. Vor allem offensiv hatten die Breisgauer nicht viel zu bieten.

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Von Autor/in Michael Richmann

Noah Atubolu hatte den Ball erst spät gesehen. Der hoppelte dann auch noch tückisch. Atubolu reckte sich, war mit den Fingerspitzen noch dran, konnte das Gegentor von Ernest Poku (22.) jedoch nicht verhindern. "Ich fand den schwierig", sagte der 23-Jährige nach der 0:2-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen. "Ich glaube aber, weil ich auch selbstkritisch bin, dass ich so einen Ball auch mal halten werde."

Mit dem 0:1 ging der SC Freiburg in die Pause. Und Atubolu hatte "nicht das Gefühl, dass hier nichts zu holen ist". Denn "Leverkusen hatte eine von zwei Chancen genutzt. Wir hatten auch zwei, drei gute Chancen, wo wir nicht den letzten Impuls zum Tor bekommen." Das fasst die erste Halbzeit recht gut zusammen.

SC Freiburg baute in der zweiten Halbzeit ab

Problematisch war jedoch, dass der SC Freiburg in der zweiten Halbzeit kaum noch aus der eigenen Hälfte kam. Das frühe Freiburger Pressing, das Leverkusen in der ersten Halbzeit immer wieder in Bedrängnis gebracht hatte, entfachte in der zweiten Halbzeit nicht mehr die erhoffte Wirkung. "Leverkusen hat unser Pressing teilweise gut überspielt und uns dann hinten eingeschnürt", sagte Maximilian Eggestein.

SC Freiburg schwächt sich selbst

Das 0:2 von Edmond Tapsoba (52.) hat das Spiel bereits kurz nach der Pause entschieden. Denn Freiburg hatte den Leverkusenern offensiv nichts mehr entgegenzusetzen. Spätestens nach der Gelb-Roten Karte für Philipp Lienhart (74.) ging es für Freiburg nur noch darum, nicht abgeschossen zu werden: "Mit der Roten Karte war das Spiel dann durch", attestierte Eggestein. Freiburgs Chefcoach Julian Schuster sprach von "einer verdienten Niederlage".

Freiburg spielt nun gegen Düsseldorf

Der SC Freiburg hat nach acht Pflichtspielen ohne Niederlage erstmals wieder verloren. "Das fühlt sich natürlich nicht schön an", meinte Keeper Atubolu. Chefcoach Schuster sagte: "Jede Niederlage ist ärgerlich und tut weh - jetzt mal losgelöst davon, welche Serie wir hatten. Aber wir müssen die richtigen Lehren daraus ziehen."

Denn schon am Mittwoch geht es weiter: Der SC Freiburg tritt im DFB-Pokal bei Fortuna Düsseldorf an (ab 20:45 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de). "Wir müssen jetzt die richtigen Schritte einleiten, was die Regeneration angeht", sagte Schuster. "Denn wir brauchen die Energie auf dem Platz, das zeichnet uns aus. Und das wird natürlich anspruchsvoller, wenn man sehr wenig Zeit zwischen den Spielen hat."