Nach 2:6 gegen Bayern München

"Ergebnis spiegelt Spiel nicht wider": Klatsche als Mutmacher für den SC Freiburg?

Der SC Freiburg schockt die Bayern im eigenen Stadion mit einem Blitzstart. Es folgt der Einbruch mit einer deutlichen Niederlage. Coach Julian Schuster zieht aus dem kurzen Höhenflug dennoch Positives.

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Einen Grund zum Feiern gab es letztlich nicht - verzagen muss der SC Freiburg nach der Partie gegen den FC Bayern aber ebenso wenig. Trotz der 2:6-Niederlage (2:2) soll vor allem der furiose Start der Breisgauer in der Münchner Arena im Gedächtnis bleiben. "Wenn du hier verlierst, dann ist mir wichtig, dass Dinge dabei sind, die uns für die nächsten Wochen helfen", stellte Coach Julian Schuster fest. "Die habe ich definitiv gesehen."

Auswärts gegen den Dominator der Bundesliga mit zwei Treffern in Führung zu gehen, ist nicht alltäglich. "Es lief eigentlich sehr gut", sagte Ex-Nationalspieler Matthias Ginter. "Wenn wir die Führung noch in die Halbzeit bekommen, läuft es vielleicht anders. Aber wenn man ehrlich ist, hatten sie so viele Situationen in und um unseren Strafraum herum. Da war es klar, dass es früher oder später passieren wird. Deswegen war leider nix drin heute."

In Europa ungeschlagen, in Liga durchwachsen

Im Vergleich zu den starken Auftritten der Freiburger in der Europa League hat man in der Meisterschaft zuletzt Punkte liegen lassen. Aus den vergangenen sieben Bundesligaspielen sprang nur ein Sieg heraus. Mit der Niederlage in München hängen die Breisgauer weiter im Tabellenmittelfeld auf Platz zehn.

"Wir haben wirklich viele Dinge, die wir uns vorgenommen haben, sehr gut umgesetzt", lobte Coach Schuster im Sportschau-Interview den starken Start ins Match. "Wir haben versucht, mutig hoch zu pressen. Hatten hohe Balleroberungen." Der Trainer betonte, dass es wichtig gewesen wäre, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Dies misslang. "Und in der zweiten Halbzeit konnten wir natürlich nicht mehr dieses Niveau halten, das wir in der ersten Halbzeit hatten, weder offensiv noch defensiv." Das Ergebnis spiegele aber dennoch nicht die Leistung wider, so Schuster weiter.

Eggestein: Haben zu viele Situationen vom Flügel zugelassen

Abwehrspieler Maximilian Eggestein kritisierte ebenfalls die Defensivleistung: "Gerade auf den Positionen von Luis Díaz und Olise haben wir in den Eins-gegen-Eins-Situationen zu viel zugelassen". Dass diese Spieler mit ihrer Qualität zum Abschluss kommen, könne man zwar nicht immer verhindern. "Insgesamt haben wir zu viele von diesen Situationen am Flügel zugelassen", stellte er dennoch fest.

In München gab es somit auch im 26. Anlauf keinen Sieg zu holen. Es wäre eine kleine Sensation gewesen, gegen die Bayern, die in der laufenden Saison noch keine Ligapartie verloren haben. Die nächste Aufgabe für die Freiburger folgt am kommenden Donnerstag in der Europa League bei Viktoria Pilsen (18:45 Uhr / live in der Audiokonferenz auf SWR Sport). Am anschließenden Wochenende geht es in der Liga gegen den FSV Mainz 05.

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SWR

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