"Mein Lieblingsessen ist ein Schweinsbraten. Der ist mit dem österreichischen Fleisch auch leichter zu machen als mit dem deutschen", sagt Patrick Wimmer schmunzelnd. "Und vor allem Käsleberkässemmeln sind auch was ganz Gutes aus Österreich." Es sind diese Sätze, die die starke Verbundenheit des 25-Jährigen zu seinem Geburtsland offenbaren. Er vermisse seine Heimat in jeder Sekunde, in der er sich in einem anderen Land befindet. Besonders die Kulinarik und das Leben in Österreich.
Wimmer wurde in Tulln an der Donau im Bundesland Niederösterreich geboren. Nach mehreren Stationen in seiner Heimat wechselte der Offensivspieler 2021 von Austria Wien zu Arminia Bielefeld und verbrachte fortan seine fußballerische Karriere in Deutschland. Fernab des österreichischen Schweinsbratens spielte Wimmer die vergangenen vier Jahre für den VfL Wolfsburg, mit dem er am Ende der vergangenen Saison in die 2. Bundesliga abstieg. Die TSG Hoffenheim sicherte sich in diesem Sommer die Dienste von Patrick Wimmer, der nun im Kraichgau ein neues Kapitel seiner Laufbahn aufschlägt.
Mit Hoffenheim im Trainingslager in Seefeld
Durchaus gelegen dürfte Wimmer die Auswahl des Trainingslagers der Hoffenheimer gekommen sein. Die TSG bereitet sich im österreichischen Seefeld (Tirol) auf die kommende Spielzeit vor. Und es steckt noch ein bisschen mehr Österreich in Hoffenheim, denn: Trainer Christian Ilzer ist ebenfalls Österreicher. War er auch ein Grund für den Wechsel? "Wir kennen uns schon aus Österreich-Zeiten, ich habe schon unter ihm spielen dürfen bei der Austria. Deshalb war die Connection über die Jahre immer ein wenig da", erzählt Wimmer im Gespräch mit SWR Sport. "Beim Rückrunden-Duell in der letzten Saison haben wir nach dem Spiel in der Kabine noch gescherzt, dass es ja vielleicht passt, wenn ich zu ihm wechsle und wir wieder zusammen sind. Und ein paar Wochen später stehe ich dann hier", so Wimmer weiter.
Zwischen dem Abstieg mit Wolfsburg und seinem Neuanfang in Hoffenheim war Wimmer für die österreichische Nationalmannschaft bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA aktiv. Mit dem von Ralf Rangnick gecoachten Team schied der Offensivallrounder im Sechzehntelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien aus (0:3), Wimmer kam nur in den ersten beiden Gruppenspielen zu Kurzeinsätzen.
Große Ambitionen in drei Wettbewerben
Bei der TSG hofft Wimmer auf mehr Spielzeit. Und hat ehrgeizige Ziele: "Wir spielen in drei Wettbewerben, die alle sehr interessant sind. Jeder Spieler strebt nach dem Größten. Ich kann jetzt nichts fix sagen, aber natürlich will ich jedes Spiel gewinnen und schauen, dass wir soweit vorne wie möglich mitspielen."
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Es geht wieder los. Am Wochenende startet die 2. Liga in die neue Saison. Studiogast in SWR Sport ist Maximilian Senft, der neue Trainer des Karlsruher SC.
Sein Trainer und Landsmann Christian Ilzer hatte vor rund eineinhalb Jahren mit der Aussage aufhorchen lassen, dass er Hoffenheim innerhalb von drei Jahren ins internationale Geschäft zurückbringen und in fünf Jahren um die Deutsche Meisterschaft mitspielen will. "Da war dann sehr, sehr viel Gelächter, als er das ausgesprochen hat", erinnert sich Wimmer, der ergänzt: "Ein Jahr später steht er auf dem fünften Platz, spielt international. Da merkt man, was möglich ist. Deswegen muss man, glaube ich, immer nach dem Größten streben."