DFB-Pokalfinale

"Wir wissen, dass alles möglich ist" - Maximilian Mittelstädt will DFB-Pokal nochmal nach Stuttgart holen

Maximilian Mittelstädt gibt sich vor dem Pokalfinale kämpferisch: "Wir fahren nach Berlin, weil wir den Titel verteidigen wollen", sagt der Verteidiger und erzählt außerdem, was das Team und den Trainer so außergewöhnlich macht.

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Stand

Von Autor/in Mika Fetzer

Sebastian Hoeneß und seiner Mannschaft ist etwas Außergewöhnliches gelungen: Zum ersten Mal in der Vereinshistorie steht der VfB Stuttgart zweimal in Folge im DFB-Pokalfinale. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vorzeichen allerdings umgekehrt: War der VfB gegen Arminia Bielefeld noch der klare Favorit, sieht man sich dieses Jahr mit dem vermutlich härtesten Gegner konfrontiert, den der deutsche Fußball aktuell zu bieten hat: den FC Bayern München. Einen Vorteil sieht Maximilian Mittelstädt: Für den VfB gibt es in diesem Spiel nur etwas zu gewinnen.

Ein Moment den Maximilian Mittelstädt "nie vergessen" wird

Für Mittelstädt ist das Pokalfinale auch eine Rückkehr in die Heimat. Geboren und aufgewachsen ist "Maxi" in Berlin, seine ersten Profi-Spiele hat er für die Hertha gemacht. Die Rückkehr ins Olympiastadion ist somit auch eine Rückkehr zur Familie. Und zwar wortwörtlich: Wie auch schon im vergangenen Jahr, wird auch dieses Jahr seine Familie im Stadion sein.

Besonders freut er sich dabei auf seine Oma, die sonst aufgrund des vielen "Trubels" nicht ins Stadion kommt, für das Pokalfinale allerdings eine Ausnahme macht. Schon im vergangenen Jahr war sie im Stadion und Maximilian Mittelstädt konnte den ersten Titel seiner Karriere mit seiner Oma im Stadion feiern. Ein Moment, den er, wie er selbst emotional erzählt, "nie vergessen" wird.

 Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart) hält den DFB-Pokal
IMAGO / Revierfoto

Lehren aus den Liga-Spielen

Aus den aus VfB-Sicht äußerst unerfolgreichen Liga-Spielen (0:5, 2:4) haben die Stuttgarter ihre Lehren gezogen: Entgegen der Anweisungen des Trainers, erzählte Mittelstädt, habe man häufig im Mittelfeldpressing gespielt. Im Pokalfinale wollen die Stuttgarter eine bessere Balance zwischen dem aggressiven und energieraubenden Angriffspressing und dem tiefen Defensivblock finden und außerdem eigene Umschaltmomente besser nutzen.

Ein Spaßvogel, ein Kabinen-DJ und ein besonderer Zusammenhalt

Was den VfB von den meisten anderen Bundesliga-Clubs unterscheidet, meint Maximilian Mittelstädt, ist der außergewöhnliche Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. In den vergangenen drei Jahren sei ein fester Kern entstanden, der das Team verbindet. In der Kabine herrsche immer gute Stimmung und besonders "Spaßvögel" wie Deniz Undav und der Kabinen- und Bus-DJ Jamie Leweling sorgen regelmäßig für Lacher und eine Lockerheit, die so nicht überall zu finden sei.

Der "menschliche Trainer" Sebastian Hoeneß

Der Kopf dieser außergewöhnlichen Mannschaft ist Trainer Sebastian Hoeneß. Einen "überragenden Trainer", nennt ihn Maximilian Mittelstädt. Außergewöhnlich seien insbesondere Hoeneß' Fähigkeiten in der Menschenführung. Der Trainer wisse immer ganz genau, wann er mal "dazwischenhauen muss" und wann es gilt, Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Hoeneß habe, so der Verteidiger, der Mannschaft ihr Selbstvertrauen zurückgegeben und ihr beigebracht "mit freiem Kopf Fußball zu spielen". Bleibt abzuwarten, wie frei die Köpfe der Stuttgarter im Pokalfinale gegen den FC Bayern sein werden.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Mika Fetzer
Das Interview führte
Michael Bollenbacher