Riesige Erleichterung

Mainz 05: Ein Heimsieg als Startschuss für die Aufholjagd in der Rückrunde

Mit dem 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim gelingt dem 1. FSV Mainz 05 ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf, der Hoffnung macht. Die Erleichterung ist spürbar.

Teilen

Stand

Von Autor/in Michael Spindler

Nach dem ersten Heimsieg seit Februar 2025 war endlich mal wieder Feierstimmung in der Mainzer Arena. Der Schulterschluss mit den Anhängern war wichtig. Für Spielmacher Nadiem Amiri ist er essentiell. "Die wahren Fans waren alle da. Die haben uns gepusht. Man hat gesehen, wenn wir in Führung gehen, dann brennt das Stadion wieder und wir sind wie beflügelt", sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:0 für Mainz.

Heimsieg nach Zitterpartie

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Sieg eine Zitterpartie war. Nach dem Anschlusstreffer der Heidenheimer in der 60. Minute begann bei den Mainzern das Kopfkino. Denn schon bei Union Berlin hatten die 05er zuletzt eine 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben. "Es ging mir durch den Kopf, natürlich", gab Kapitän Silvan Widmer freimütig zu. Diesmal aber schafften es die Mainzer, die Führung über die Zeit zu retten und sich zu belohnen. Das Erfolgserlebnis war hart erarbeitet, aber so etwas braucht es, um aus der Negativspirale zu kommen.

Starker Neuzugang Philipp Tietz

Eine erfreuliche Erkenntnis aus diesem Spiel ist auch, dass sich Neuzugang Philipp Tietz erstaunlich schnell und gut in die Mannschaft einfügt. Das zeigte sich vor allem im Zusammenspiel mit Nadiem Amiri beim 2:0. "Wir haben eine brutale Connection, Philipp und ich. Auf und neben dem Platz. Wir sind echte "Best Buddies" geworden. Das sieht man auf dem Feld", beschreibt Amiri das Verhältnis.

Auch Philipp Tietz teilt diese Einschätzung: "Nadiem hat mich super aufgenommen und hat mir den Anfang hier sehr einfach gemacht. Ich bin jetzt der Tietz, den man kennt. Das ging noch nie so schnell in meiner Profilaufbahn bei einem neuen Verein. Ich weiß wie Nadiem tickt und wo er die Bälle haben möchte. Das passt wie die Faust aufs Auge."

Glaube ist zurück

Auf dem Papier hat sich die Ausgangslage von Mainz mit diesem Sieg über Heidenheim nur geringfügig verbessert. Der Relegationsplatz vor den punktgleichen Schlusslichtern St. Pauli und Heidenheim, wobei die Hamburger Stand jetzt zwei Spiele weniger bestritten haben.

Aber psychologisch ist das Momentum jetzt wieder bei den Mainzern. Der Glaube, wie schon in der Vergangenheit mit einer starken Rückrunde dem Abstieg zu entkommen, ist wieder da. "Genau aus solchen Spielen kannst du lernen. Es wäre zu einfach gewesen, wenn wir einfach drei Dinger gemacht hätten. Jetzt wissen wir, dass wir auch in kniffligen Situationen so ein Spiel über die Zeit bringen und gewinnen können", so das Fazit von Tietz.

Gute Vorzeichen für Rückrunde

Zum Abschluss der Hinrunde ist der Negativlauf der Mainzer also gestoppt. Gegen Köln startet am Samstag die Rückrunde. Trainer Urs Fischer hat die Mannschaft stabilisiert, geht bisher ungeschlagen in die 17 Endspiele, die jetzt noch kommen. Das alles erinnert wieder an die kämpferischen 05er, die sich mit dieser Tugend vielleicht auch in dieser Saison wieder als die "Unabsteigbaren" erweisen könnten.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Michael Spindler