Fußball

KSC macht Klassenerhalt perfekt: Christian Eichner schwärmt von der Magie im Wildpark

Der Karlsruher SC kann nach dem Sieg gegen Darmstadt 98 nun auch rechnerisch nicht mehr aus der 2. Bundesliga absteigen. Für Trainer Christian Eichner hat das eine besondere Bedeutung.

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Von Autor/in Ann-Kathrin Rose

Als Shio Fukuda denn Ball in der 86. Minute über die Linie drückte und - wenn auch abgefälscht - zum 2:1-Siegtreffer für den Karlsruher SC gegen Darmstadt 98 traf, huschte erst ein leichtes Lächeln, dann ein breites Grinsen über das Gesicht von KSC-Trainer Christian Eichner. In seinen letzten Spielen als Coach an der Seitenlinie der Badener will er nochmal zeigen, was geht. Auch an diesem Sonntag, auch gegen die Hessen, die in Karlsruhe schließlich ihre Aufstiegsträume ließen.

Mit der Niederlage ist die Rückkehr in die Bundesliga für die Lilien in der kommenden Saison ausgeschlossen - und das auch, weil Eichners Team im "50:50-Spiel" alles reingelegt hat. "Ich hatte das Gefühl, dass wir vielleicht mal dran sind, dass sich Situationen vielleicht mal drehen", sagte Eichner im Interview mit SWR Sport. "Es war wirklich eine Willensleistung der Mannschaft in der zweiten Hälfte, um das Ding dann in unsere Kabine zu legen."

Wanitzeks Wahnsinsschuss

Mehr als eine Willensleistung war der Führungstreffer von Marvin Wanitzek (58. Minute). Der direkt verwandelte Freistoß war ein Treffer in Perfektion auch für Trainer Eichner. "Es ist einfach auch so, dass es jeden Tag gleich ist", sagte er über die Leistung seines Kapitäns. "Das ist etwas Einmaliges. Und etwas, das ihn dahin geführt hat, wo er ist."

Und Wanitzek selbst? Der analysierte nach dem Abpfiff erst einmal dezidiert die zähe erste Hälfte und gestand dann, dass Freistöße zuletzt Thema waren. Im Training der Karlsruher, aber auch in der Feststellung, dass sie es in dieser Saison selten aus so aussichtsreicher Position versuchen durften. "Ich musste den selbst rausholen", sagte Wanitzek. Der neben technischer Klasse auch auf eine badische Zusatzmauer setzte, um Darmstadts Keeper Marcel Schuhen die Sicht so schwer wie möglich zu machen. "Wo der Ball vom Fuß weg ist, wusste ich: Wenn er auf das Tor kommt, kann es was werden."

Die Magie des Wildparks

Gesagt, getan, getroffen. Beim zweiten aussichtsreichen Abschluss war dann Schuhen der Sieger. Gegen die bis Sonntag aufstiegsambitionierten Hessen reichte es schließlich zum Sieg - dank der Treffer von Wanitzek, Fukuda und dem Publikum. Der Rückhalt im Wildpark war für Trainer Eichner auch ein Faktor auf dem Weg zum Klassenerhalt, der den Badenern nun auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist.

"Das war einer der Gründe, warum ich nicht nachlassen konnte", so Eichner. Im Spiel gegen Darmstadt habe der Wildpark wieder seine Magie entfacht. "Das Stadion hat sich erhoben." Und bei Eichner einmal mehr Eindruck hinterlassen.

Jetzt beginnt sie dann, die Abschiedstour des Trainers. Der Plan von Wanitzek und seinen Teamkollegen? "Zu Hause im letzten Spiel (17.05., 15:30 Uhr, gegen den VfL Bochum, Anm.d. Red.) unserem Trainer den bestmöglichen Abschied bereiten und die Fans in die Sommerpause verabschieden. Was die auf sich genommen haben, dafür gebührt ihnen einfach großer Respekt für die Unterstützung."

Erstmals publiziert am
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Autor/in
Ann-Kathrin Rose
Das Interview führte
Daniel Günther