Niederlage in Braunschweig

"Haben 75 Minuten lang nicht stattgefunden": Trainer Christian Eichner mit harter Kritik am KSC

Der Karlsruher SC unterliegt nach dürftiger Leistung bei Eintracht Braunschweig. Trainer Christian Eichner ist überhaupt nicht zufrieden.

Teilen

Stand

Von Autor/in Johann Schicklinski

Die kurze stabile Phase des Karlsruher SC in der 2. Liga scheint schon wieder vorbei. Am 20. Spieltag verlor die Mannschaft von Trainer Christian Eichner bei Kellerkind Eintracht Braunschweig mit 0:1 (0:1). Kevin Ehlers (19. Minute) erzielte das Tor des Tages für die Niedersachsen - und hatte bei seinem Treffer Glück, denn KSC-Keeper Hans Christian Bernat und David Herold behinderten sich zuvor gegenseitig.

Insgesamt boten die Badener eine enttäuschende Leistung - lediglich in der Schlussphase der umkämpften Partie bäumten sie sich auf. Doch insgesamt kam zu wenig vom Eichner-Team - und somit endete die "Mini-Serie" der Karlsruher, die nach einer Krise im November und im Dezember in den letzten drei Zweitligaspielen ungeschlagen geblieben waren.

KSC-Trainer Christian Eichner: "Ein hochverdienter Sieg für die Eintracht"

"Es war ein hochverdienter Sieg für die Eintracht. Wir sollten uns von den letzten Minuten der Partie nicht blenden lassen. Wir haben zuvor 75 Minuten nicht so richtig stattgefunden, deswegen geht der Sieg für Braunschweig in Ordnung", kritisierte Coach Eichner.

Marvin Wanitzek: "Es war ein gebrauchter Tag"

Ähnlich wie bei Eichner war die Gemütslage auch bei KSC-Regisseur Marvin Wanitzek. "Ich bin sehr gefrustet, man verliert nie gerne", ärgerte sich der Mittelfeldspieler. "Es war ein gebrauchter Tag - wir gehen hochverdient als Verlierer vom Platz. So reicht es nicht, um in der 2. Liga Punkte zu holen."

Lediglich in der Schlussphase bäumten sich die Karlsruher auf. Doch sowohl der eingewechselte Rafael Pinto Pedrosa (68.) als auch Fabian Schleusener (71.) verfehlten den Eintracht-Kasten. Die beste KSC-Chance vergab Youngster Eymen Laghrissi, der in der 80. Minute freistehend über das Tor schoss. In der Nachspielzeit köpfte Leon Opitz noch an den Pfosten.

Eichner haderte mit der Leistung seines Teams. "Grundsätzlich ist es bitter, wenn du Spiele verlierst", sagte der 43-Jährige, der kommende Woche sein sechsjähriges Jubiläum als Cheftrainer des KSC feiert. "Wir wissen um die Situation in der 2. Liga - und unterschätzen diese grundsätzlich nicht. Wir lassen uns nicht von Tabellenplätzen blenden. Deswegen hätte es uns, losgelöst von unserem Auftritt, gutgetan hier zu punkten, um die Eintracht auf Distanz zu halten."

Blickrichtung Tabellenkeller

Sprich: Eichner, dessen Mannschaft mit 26 Zählern aktuell auf Rang zehn steht, blickt eher in Richtung Tabellenkeller. Auf den Relegationsplatz 16, den mindestens bis Sonntag Fortuna Düsseldorf innehat, haben die Badener noch sechs Punkte Vorsprung.

Ausgerechnet Düsseldorf ist nun auch der nächste Gegner des Karlsruher SC in der 2. Liga. "Die Fortuna hat auch einen anderen Anspruch an sich", blickte Eichner voraus. "Unser Job wird es weiterhin sein, so schnell wie möglich 40 Punkte voll zu machen."

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Johann Schicklinski