Frauen-Bundesliga

Sieg gegen Köln: Hoffenheimerinnen bleiben oben dran

Die TSG Hoffenheim hat ihr Heimspiel in der Frauen-Bundesliga gegen den 1. FC Köln gewonnen. Den Kraichgauerinnen reichte eine starke erste Hälfte.

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Stand

Von Autor/in Pirmin Styrnol

Mit 6:2 (4:1) siegten die Hoffenheimerinnen letztlich verdient gegen ein vor allem in der ersten Hälfte überfordertes Gästeteam aus Köln. Marie Steiner hatte die TSG bereits in der 2. Minute in Führung gebracht, Selina Cerci erhöhte fünf Minuten später auf 2:0 (7. Minute). Lydia Andrade traf in der 10. Minute zum Anschlusstreffer, ehe Nikée van Dijk und abermals Cerci den Pausenstand herstellten. Sandra Maria Jessens Treffer zum 2:4 aus Kölner Sicht reichte nicht für eine Aufholjagd (50.). Cerci mit ihrem dritten Treffer und Janna Grimm stellten den Endstand her (89./90.+4).

Bereits nach zwei Minuten lag der Ball zum ersten Mal im Netz. Das erklärte Ziel, mit einem Sieg den Anschluss an die internationalen Plätze in der Frauen-Bundesliga zu halten, war bei den Hoffenheimerinnen vom Anpfiff weg zu spüren. Nach einem Doppelpass zwischen Cerci und Steiner traf Letztere zur frühen Führung (2.). Nur wenig später jubelten die TSG-Spielerinnen erneut.

Nach einem Kölner Fehlpass im Aufbauspiel reagierte Van Dijk gedankenschnell und schickte Cerci per Steilpass auf die Reise, die sich von der Kölner Hintermannschaft völlig alleingelassen ihre Chance im Eins-gegen-Eins nicht nehmen ließ und eiskalt einschob. Allerdings: Der Treffer hätte nicht zählen dürfen. Cerci hatte im Moment des Zuspiels im Abseits gestanden.

Kurioser Anschlusstreffer für Köln

Köln wirkte in diesen Anfangsminuten zunächst völlig überfordert, kam dann aber auf kuriose Weise völlig überraschend zurück ins Spiel: Nach einem Rückpass zu Hoffenheims Torhüterin Laura Dick unterschätzte diese im eigenen Strafraum die anlaufende Andrade, Dicks überhasteter Klärungsversuch prallte von den Beinen der Kölnerin ins Tor (10.). Der Anschlusstreffer in verrückten Anfangsminuten im Kraichgau.

Doch anstatt die Partie durch den Anschluss zu stabilisieren, leistete sich Köln weiter haarsträubende Fehler im Aufbauspiel. Ein verunglückter Rückpass von Vogt leitete das 3:1 in der 19. Minute ein, das Nikée van Dijk nach Vorlage von Cerci souverän vollendete. Die TSG ließ nicht locker und stellte in der 41. Minute durch einen perfekt ausgespielten Angriff auf 4:1 - Van Dijk bediente Janssens, die quer auf Cerci legte, und die Nationalspielerin schob mühelos ein. Das 4:1 war zugleich auch der Pausenstand. Mit ihrem zweiten Treffer des Abends übernahm Cerci auch die Führung in der Torjägerinnenliste.

Köln kommt besser aus der Pause

Nach der Pause zeigten sich die Kölnerinnen zunächst aufgeweckter, attackierten hoch und versuchten so, die Gastgeberinnen zu Fehlern zu zwingen. Nach 50 gespielten Minuten belohnte sich Köln für den neu gefundenen Mut: Nach einer Flanke von Vogt landete der Ball vor den Füßen von Sandra Jessen, die aus 13 Metern volles Risiko ging - ihr Schuss landete im oberen rechten Toreck. Nur noch 2:4.

In der Folge holte sich die TSG Hoffenheim aber über lange Ballbesitzstrecken wieder die Spielkontrolle zurück. Dennoch dauerte es bis zur 65. Minute, ehe die Kraichgauerinnen wieder Gefahr ausstrahlen konnten. Doch Cerci zielte am Tor vorbei. Drei Minuten später landete ein weiterer Abschluss der Nationalspielerin an der Latte (68.). In der 74. Minute hätten die Kölnerinnen zum erneuten Anschlusstreffer kommen können, aber Zellers Abschluss fand nicht ins Tor.

Cerci mit Dreierpack für Hoffenheim

In der 90. Minute durfte dann Cerci nochmal. Nach einem Solo über die linke Seite umkurvte die Stürmerin die Kölner Torfrau Lisa Schmitz und traf zum 5:2. In der Nachspielzeit markierte Janna Grimm mit ihrem Tor zum 6:2 den Endstand.

Durch den Sieg klettern die Hoffenheimerinnen wieder auf den vierten Tabellenplatz und bleiben in Schlagdistanz auf Platz drei, der für die Champions-League-Qualifikation berechtigt. Die Kölnerinnen bleiben auf Platz acht. In der kommenden Woche trifft die TSG Hoffenheim auswärts auf Spitzenreiter Bayern München (06. Mai, 18:00 Uhr). Köln empfängt Werder Bremen (02. Mai, 13:00 Uhr).