Eintracht Trier gewinnt Rheinlandpokal

Eigengewächs schießt Trier zum Sieg - und wünscht sich Schalke 04

Es sind Geschichten, die schreibt wohl nur der Amateurfußball. Ein gebürtiger Trierer sorgt mit seinem Tor dafür, dass die Eintracht nach zehn Jahren wieder im DFB-Pokal dabei ist.

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Von Autor/in David Luding

"Einfach ein total geiler Fußballtag", fasste Noah Herber, Mittelfeldspieler von Eintracht Trier, den Sieg im Rheinlandpokal-Finale über die TuS Koblenz zusammen. Der 21-Jährige war beim 1:0-Erfolg der Eintracht der Matchwinner. Er erzielte den Treffer des Tages in der 83. Spielminute.

"Der Ball kam, ich habe gar nicht lange nachgedacht. Er war noch ein bisschen abgefälscht und dass der so reinfliegt, ist unfassbar toll. Ich freue mich riesig für die ganze Mannschaft und für den ganzen Verein", sagte der Mittelfeldspieler überglücklich. Dass ausgerechnet Noah Herber dieses so wichtige Tor erzielte, ist eine Geschichte, die manch ein Fußballherz wohl höher schlagen lässt.

Eine "runde Geschichte" für Fußballromantiker

Noah Herber ist in Trier geboren und ein Eigengewächs der Eintracht. Als Zehnjähriger wechselte er vom SV Mehring zum Regionalligisten. Herber durchlief alle Jugendmannschaften des Vereins. Im Rheinlandpokal-Finale machte er sein insgesamt 90. Pflichtspiel für die erste Mannschaft und erzielte dabei erst sein drittes Tor.

Herber, eigentlich ein defensiver Mittelfeldspieler, stand im Finale nicht einmal in der Startelf. In der 14. Minute wurde er eingewechselt, weil Lucas Laux sich schwer am Fuß verletzt hatte. So kam Herber, auf der für ihn ungewohnten Position des Innenverteidigers, zu seinem ersten Pokaleinsatz in dieser Saison und machte das bisher wichtigste Tor in seiner Karriere.

Dass mit Noah Herber ein Junge aus unseren Reihen, aus unserer Jugend das goldene Tor schießt, das macht die Geschichte rund für uns.

Schalke 04 als Wunschgegner im DFB-Pokal

Für die Eintracht ist es der erste Sieg im Rheinlandpokal seit 2016. Dementsprechend ist es auch schon zehn Jahre her, dass Trier im DFB-Pokal dabei war. "Ich kann mich noch dran erinnern, als Dortmund hier im Moselstadion zu Gast war", erzählte Herber und fügte hinzu: "Das jetzt wieder hier zu haben, ist großartig. Der Verein und die Fans haben sich das verdient."

Auf die Frage nach seinem Wunschgegner im DFB-Pokal, hat Herber eine klare Antwort: "Wenn ich mir einen aussuchen dürfte, dann Schalke 04." Nicht verwunderlich, denn Schalke ist die Profimannschaft, der Herber die Daumen drückt. Ob der Wunsch in Erfüllung geht, erfährt der 21-Jährige am 6. Juni. Dann wird die erste Pokalrunde ausgelost. Die Partien finden aller Voraussicht nach vom 21. bis 24. August statt.

Erstmals publiziert am
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Autor/in
David Luding
Das Interview führte
Niklas Waidner