Die Ausgangslage ist klar: Der VfB Stuttgart (61 Punkte, +22 Tore) hat vor dem finalen Spieltag die besten Chancen, das Königsklassen-Quartett zu komplettieren. Bei einem Sieg bei Eintracht Frankfurt (Samstag, 15:30 Uhr, live in SWR1 Stadion) stehen die Chancen exzellent, Platz vier zu verteidigen. Machen die Schwaben ihre Hausaufgaben, dann müsste die TSG Hoffenheim (61 Punkte, +17 Tore) im Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach ebenfalls siegen und die um fünf Treffer schlechtere Tordifferenz aufholen.
Gleichzeitig geht es aber auch für die Eintracht noch um einiges. Trotz einer mittelmäßigen Saison, einer schwachen Rückrunde sowie Trainerwechseln und -diskussionen können sich die Hessen noch für die Conference League qualifizieren. Kaum zu glauben, aber wahr. Zudem wird sich die SGE im letzten Heimspiel mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause verabschieden wollen, um gemeinsam mit ihren Fans einen versöhnlichen Saisonabschluss feiern zu können. Es geht also um einiges in diesem Duell - SWR Sport nennt fünf Fakten zum Topspiel.
Tore sind garantiert
In der laufenden Bundesliga-Saison fielen in den Spielen mit Eintracht-Beteiligung 122 Treffer (59:63) - nur bei den Bayern-Partien gab es mehr Treffer. Gleichzeitig hat der VfB bereits 69 mal eingenetzt - der zweitbeste Wert hinter - natürlich - ebenfalls dem FCB. Tore sollten am Samstag also garantiert sein - möglicherweise ja ähnlich wie im Hinspiel. Das entschied Stuttgart im Januar nach einem echten Offensivspektakel mit 3:2 für sich.
Der VfB Stuttgart kann Geschichte schreiben
Der VfB Stuttgart steht für aktives Offensivspiel - auch auf fremden Plätzen. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß hat bislang in jedem der 16 Auswärtsspiele dieser Bundesliga-Saison getroffen, insgesamt 31-mal. Noch nie haben die Schwaben in allen Auswärtspartien einer Spielzeit jubeln dürfen. Gelingt Deniz Undav, Ermedin Demirovic und Co. nun in Frankfurt ein Tor, wäre das also historisch. Das letzte Gastspiel des DFB-Pokalfinalisten ohne Treffer hatte es am 29. März 2025 gegeben - es war ausgerechnet ein 0:1 in Frankfurt am 27. Spieltag der Vorsaison.
Meinung Er gibt dem VfB Stuttgart so viel: Ermedin Demirovic zeigt es den Kritikern
Gegen Bayer 04 Leverkusen hat Ermedin Demirovic seine bislang wohl beste Leistung für den VfB Stuttgart abgerufen. Damit hat es der Stürmer seinen Kritikern gezeigt, findet SWR Sportredakteur Johann Schicklinski.
Nur die Bayern haben noch torgefährlichere Duos
Bei Undav und Demirovic läuft es wie geschmiert. Undavs 19. Saisontreffer jüngst gegen Leverkusen (3:1) bedeutete einen persönlichen Rekord für den Nationalspieler, der auf die WM-Teilnahme hofft. Demirovic traf in jedem der letzten drei Spiele, insgesamt hat er zwölfmal vollstreckt. Zusammen erzielten Undav und Demirovic 31 Tore - damit sind sie das torgefährlichste nicht-bayerische Duo dieser Bundesliga-Saison.
Bei den Münchnern indes verzerrt eigentlich schon Harry Kane alleine diese Statistik, der 32-Jährige traf alleine 31 Mal. An seiner Seite im Sturm netzten zudem Serge Gnabry (8) und Nicolas Jackson (7) ein, so dass der deutsche Rekordmeister gleich über zwei Duos mit der entsprechenden Trefferanzahl verfügt.
Bundesliga-Finale Irrer Showdown: Für vier Südwest-Klubs geht es am letzten Spieltag um alles
Am Samstag steigt der letzte Spieltag der 63. Bundesligasaison. Dabei sind noch so viele Entscheidungen offen wie selten zuvor.
Jamie Leweling wandelt auf den Spuren von Giovane Elber
Gute Angreifer benötigen starke Vorbereiter, Stuttgart hat in Jamie Leweling einen "Flankengott" in seinen Reihen. Gegen Leverkusen führte zum sechsten Mal 2025/26 eine Flanke des Flügelspielers zum Torerfolg. Nur einmal seit Beginn der Datenerhebung gelangen einem Stuttgarter mehr Flanken zu Toren - das war Giovane Elber 1995/96. Der Brasilianer schaffte damals sieben Vorlagen vom Flügel. Was Leweling, Chris Führich und Co. zusätzlich in die Karten spielen könnte: Frankfurt musste bislang die meisten Gegentore aller Bundesligisten nach Flanken hinnehmen (18).
Frankfurter Heimspiele sind nicht immer Festspiele
Frankfurt schwächelte zuletzt vor heimischem Publikum. Die SGE gewann keines der letzten drei Bundesliga-Heimspiele, auf ein Remis gegen Köln folgten zuletzt Niederlagen gegen Leipzig (1:3) und den HSV (1:2). Mehr Heimniederlagen in Folge hatte es zuletzt vor über vier Jahren im Februar 2022 gegeben, damals gab es sogar vier Pleiten in Serie. Von den 34 Heimpunkten der letzten Saison ist Frankfurt weit entfernt, angesichts von aktuell 24 können es noch maximal 27 werden. Der VfB Stuttgart darf sich also etwas ausrechnen.
SWR Sport | 11.10.2026 ab 21:45 Uhr SWR Sport mit Pascal Stenzel dem ehemaligen Verteidiger des VfB Stuttgart
Von den Fans gefeiert, vom Stadion vergöttert! Pascal Stenzel ist für die VfB-Anhänger längst ein „Fußballgott“. Jetzt kommt er zu uns ins Studio.