Der SC Sand hat das Erstrundenspiel gegen den VfL Wolfsburg vor rund 1.200 Zuschauern mit 0:6 (0:3) verloren. Ella Peddemors brachte die Favoritinnen in Führung (18. Minute), Svenja Huth (26.) und Camilla Küver (35.) legten noch vor der Pause nach. Erneut Peddemors (46.) und Huth (53.) sowie Lena Lattwein (64.) schraubten das Ergebnis in die Höhe.
Der VfL startete wie erwartet mit viel Ballbesitz, doch die Gastgeberinnen hielten mit intensiver Zweikampfführung dagegen. Aktivste Spielerin der Anfangsphase war Cora Zicai, die auf der linken Seite immer wieder ins Dribbling ging. Richtig gefährlich wurde es dabei aber nicht. Der erste Abschluss der Begegnung gehörte Wolfsburgs Joelle Wedemeyer, deren Versuch aus 14 Metern aber geblockt wurde (11.). Sand versteckte sich nicht und suchte immer wieder auch den Weg in die Offensive, doch Wolfsburg zeigte sich in der Defensive konsequent.
Wolfsburg macht schnell alles klar
Nach einer Viertelstunde nahm der Druck der Favoritinnen immer mehr zu. Zicai traf nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten nur die Latte und Anny-Kerim Lindland bugsierte den Ball aus kurzer Distanz ebenfalls ans Gestänge (16.). Zwei Minuten später dann die Führung für den VfL. Eine abgewehrte Ecke nahm Peddemors volley und traf sehenswert ins linke Eck.
Wolfsburg machte weiter Druck, doch Sands Torhüterin Lucie Schlimé verhinderte gleich mehrmals den zweiten Treffer des VfL. Kurz nach der Trinkpause zur Mitte der ersten Hälfte erhöhte Huth: Die 35-Jährige nahm eine Flanke mit rechts an und setzte den Ball mit links in den Winkel (26.). Küver traf nach einem Eckball per Kopf (35.) und verwertete damit nur eine von zahlreichen Chancen für die Gästinnen. Kurz vor dem Pausenpfiff rettete Schlimé gegen die frei vor ihr auftauchende Lindland.
Wolfburg setzt sich souverän durch
Gerade einmal 45 Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, bis die Wölfinnen nachlegten. Zicai flankte von der linken Seite, Peddemors köpfte im Zentrum ein (46.). Am Spielverlauf änderte sich kaum etwas: Wolfsburg rannte an, der SC Sand verteidigte leidenschaftlich, konnte aber auch den fünften Gegentreffer nicht verhindern. Ein Kopfball von Huth prallte an den Pfosten und von dort aus ans Bein von Schlimé und ins Netz (53.).
Nach einer guten Stunde rettete Sand-Verteidigerin Chelsea Ariane Surpris in höchster Not vor der einschussbereiten Zicai. Kurz darauf tauchte die Wolfsburgerin mal auf der rechten Seite auf und flankte punktgenau auf den Kopf von Lattwein, die das halbe Dutzend vollmachte (64.).
Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende zeigte sich der SC Sand mal wieder in der Offensive, doch die aufmerksame Abwehrkette des Bundesligisten verhinderte den Ehrentreffer für den Tabellenneunten der 2. Bundesliga. In den Schlussminuten ließ das Tempo ein wenig nach. Die vielen Wechsel auf beiden Seiten taten ihr übriges. Die letzte Chance des VfL hatte erneut Zicai, die mit ihrem Abschluss aber an Schlimé scheiterte. Mit einer frechen Aktion wäre dem SC beinahe noch ein Tor gelungen, doch Torfrau Martina Tufekovic war nach Maria Agerholm Olsens Schuss vom Mittelkreis auf dem Posten. Nach vier Minuten Nachspielzeit beendete Schiedsrichterin Selina Wenzel die Begegnung.