Champions League

VfB Stuttgart in der Einzelkritik: Demirovic-Show, Geniestreich und defensive Wackler

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß setzte bei der Rückkehr in die Königsklasse gegen Viking Stavanger voll auf Offensive der VfB Stuttgart in der Einzelkritik.

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Stand

Von Autor/in Michi Glang

Der VfB Stuttgart hat das erste Spiel der Ligaphase in der Champions League gegen Viking Stavanger mit 3:1 (3:1) gewonnen. Während die Schwaben in den Defensive einige Lücken offenbarten, glänzt die Abteilung Attacke - allen voran Dreierpacker Ermedin Demirovic. Deniz Undav glänzte mit einem genialen Pass.

Fabian Bredlow

Der Vertreter des verletzten Dennis Seimen zeigte eine souveräne Vorstellung. Beim Ausgleich der Gäste war Bredlow chancenlos. Zu großen Paraden wurde der Schlussmann kaum gezwungen, weil die Defensivakteure häufig im letzten Moment retteten.

Finn Jeltsch (bis 71. Minute)

Setzte nach zwei Minuten mit einem kernigen Zweikampf gegen Zlatko Tripic ein erstes Zeichen. Dann zunächst sehr aufmerksam, konnte den Kapitän der Norweger dann aber beim Ausgleich nicht blocken. Mit körperlicher Präsenz, als die Gäste nach dem Wechsel stärker aufkamen. Wurde 20 Minuten vor dem Ende ausgewechselt.

Jeff Chabot

Der Abwehrchef führte die Zweikämpfe wie immer konsequent. Als der 28-Jährige aus der Dreierkette rausrückte, bekam der VfB kurz darauf das Zentrum nicht geschlossen. Chabots Abstimmungsproblem mit Jeltsch leitete den Ausgleich der Gäste ein. Nach einer guten Stunde verhinderte er nach Missverständnis zwischen Bredlow und Prömel den Anschluss. Chabot entschied immer wieder wichtige Zweikämpfe für sich.

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Maximilian Mittelstädt (bis 86. Minute)

Als linker Mann in der Dreierkette war Mittelstädt mehr in der Defensive gefordert als sonst. Bekam gemeinsam mit Chabot und Jeltsch das Geschehen im Lauf der ersten Halbzeit immer besser unter Kontrolle. In der zweiten Halbzeit hinten gefordert, aber immer wieder auch mit Vorstößen in die Offensive.

Angelo Stiller

Stiller wurde in den ersten Minuten gegen hoch pressende Gäste häufig überspielt. Legte dann in der 20. Minute nach seinem Lauf und für Demirovic quer, der zum 1:0 traf. Im Anschluss mit ordnender Hand im Aufbauspiel. Nach der Pause war Stiller bei der Drangphase von Viking gemeinsam mit Prömel um Kontrolle bemüht.

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Grischa Prömel

Der 31-Jährige feierte wie Finn Jeltsch sein Debüt in der Champions League. Prömel verhinderte nach zehn Minuten mit seinem starken Block eine Großchance der Gäste. Im eigenen Ballbesitz häufig etwas weiter vorne positioniert als Stiller. Extrem laufstark, mehr als 13 Kilometer unterwegs über die 90 Minuten. Zeigte sich auch im Strafraum der Norweger, große Gefahr entwickelte er dabei aber nicht. Beste Chance mit einem Distanzschuss kurz vor dem Abpfiff.

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Jamie Leweling (bis 62. Minute)

Als rechter Schienenspieler gewohnt viel unterwegs. Leweling setzte sich in der 40. Minute stark durch und verpasste mit seinem Abschluss das lange Eck. Trotz großem Engagement ohne die ganz gefährlichen Szenen. Nach rund einer Stunde hatte der 25-Jährige Feierabend.

Chris Führich

Führich agierte auf links wie Leweling auf der anderen Seite im Ballbesitz sehr hoch. Mit seinem guten Ball in die Tiefe leitete er die Führung ein. Wechselte auch mal die Positionen und tauchte auf der rechten Seite auf. Führich hatte die meisten Ballkontakte aller VfB-Offensivspieler. Bis zum Abpfiff viel unterwegs, ein Aktivposten.

Deniz Undav

Dem VfB-Kapitän fehlte zunächst die Bindung zum Spiel. Dann aber bediente Undav Demirovic mit einem echten Traumpass, der zum 2:1 traf. Legte dem Bosnier dann aus dem Stand einen weiteren Treffer auf. In der zweiten Halbzeit verpasste er mit seinem Lupfer den vierten Treffer. In der Nachspielzeit traf der Nationalspieler dann noch den Pfosten. In Summe an sehr vielen gefährlichen Szenen beteiligt.

Bilal El Khannouss

Der Marokkaner war extrem bemüht, das Spiel anzukurbeln. Forderte viele Bälle, hatte aber keinen so großen Einfluss auf das Spiel wie zuletzt gegen Köln. Dennoch immer wieder ein Faktor im Offensivspiel, dank seiner Technik und seinem Tempo mit Ball.

Ermedin Demirovic (bis 62. Minute)

Ersetzte Neuzugang Dzenan Pejcinovic in der Startelf und schnürte schon in der ersten halben Stunde einen Dreierpack. Alle drei Treffer markierte der Bosnier in echter Torjägermanier. Mit diesem Auftritt hat Demirovic viel Eigenwerbung im Kampf um einen Stammplatz. Nach einer guten Stunde durfte sich der Angreifer seinen verdienten Applaus abholen.

Dzenan Pejcinovic (ab 62. Minute)

Der 21-Jährige besetzte nach der Demirovic-Show das Sturmzentrum. Spektakuläre Szenen waren in der letzten halben Stunde aber selten, weil es vorrangig darum ging, das Ergebnis abzusichern.

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Josha Vagnoman (ab 62. Minute)

Vagnoman fügte sich auf der rechten Seite ins Spiel ein und sorgte mit dafür, dass der VfB das Spiel wieder unter Kontrolle bekam.

Leo Sauer (ab 71. Minute)

Der Neuzugang ersetzte El Khannouss und bediente kurz vor dem Ende Undav mit schönem Pass in die Tiefe. Der Slowene zeigte sich engagiert, verpasste mit seinem etwas zu hoch angesetzten Schuss in der Nachspielzeit seinen Premierentreffer.

Ramon Hendriks (ab 71. Minute)

Der Niederländer fügte sich in der Schlussphase in der Defensivreihe ein und sollte mit seiner Zweikampfstärke den Sieg absichern. Klärte direkt nach seiner Einwechslung zur Ecke - Auftrag erfüllt. Dazu noch mit ein bis zwei starken Vorstößen über die linke Seite.

Ameen Al-Dakhil (ab 86.)

Der Innenverteidiger sorgte in den letzten Minuten mit dafür, dass der VfB Stuttgart den ersten Sieg in dieser Champions-League-Saison feiern durfte.

Sebastian Hoeneß

Der VfB-Trainer setzte mit seiner Formation voll auf Angriff - und wurde für seinen Mut belohnt. Allerdings ging die offensive Grundformation zu Lasten der defensiven Stabilität. Über die 90 Minuten ließen die Schwaben in Summe zu viele gefährliche Szenen der Norweger zu.

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Michi Glang
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