Bäche und Flüsse schützen

Internationaler Tag der Flüsse

An jedem vierten Sonntag im September findet der „Internationale Tag der Flüsse“ statt – und das seit fast 20 Jahren. Warum der Tag wichtig bleibt.

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Stand

Von Autor/in Andrea Wiealnd

Seit fast zwei Jahrzehnten erinnert der „Internationale Tag der Flüsse“ an den Wert und die Verletzlichkeit unserer Fließgewässer. Und der Anlass ist dringlicher denn je – denn rund 92 Prozent der Flüsse und Bäche in Deutschland gelten nach wie vor als in einem schlechten ökologischen Zustand.

Öffentliches Bewusstsein für Flüsse stärken

Ziel des Aktionstags ist es, weltweit und auch in Deutschland das Bewusstsein für die Bedeutung von Fließgewässern zu stärken. Denn Flüsse und Bäche sind nicht nur Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten – sie sind auch zentral für unsere Trinkwasserversorgung, den natürlichen Hochwasserschutz und letztlich auch für den Schutz der Meere, die mit ihnen verbunden sind.

Ein Netz aus über 500.000 Kilometern Wasserwegen

Laut Umweltbundesamt ist das deutsche Fließgewässernetz über 500.000 Kilometer lang. Es gliedert sich in sechs große Stromsysteme – Donau, Elbe, Ems, Oder, Rhein und Weser – sowie in die Küstengebiete von Nord- und Ostsee. Künstliche Kanäle, kleine Flüsse und Bäche verbinden diese Lebensadern miteinander. Dieses komplexe System gilt es zu erhalten und zu schützen.

Ökosystem Bach
Ökosystem Bach

Die Flusslandschaft Elbe – ein Vorbild

Ein Beispiel für erfolgreichen Schutz ist das UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Der Abschnitt von Wittenberg bis Lauenburg gehört zu den letzten naturnahen Stromlandschaften Mitteleuropas. Der Flusslauf zählt zum drittgrößten Strom Deutschlands und ist das größte inländische UNESCO-Biosphärenreservat. Auch die Deutsche UNESCO-Kommission rief 2024 in diesem Zusammenhang zur Beteiligung an der Aktion #unsereFlüsse auf.

So könnt Ihr selbst aktiv werden

Jede oder jeder Einzelne kann etwas tun, um Flüsse zu schützen. Schon einfache Verhaltensänderungen im Alltag können einen großen Unterschied machen:

  • Keine Medikamente in die Toilette werfen
  • Verzicht auf chemische Insektenvernichtungsmittel im Garten
  • Wasser sparen, z. B. beim Duschen oder Wäschewaschen
  • Plastik vermeiden – z. B. durch Einkäufe in Unverpacktläden
  • Bewusst und weniger konsumieren

Der 28. September 2025 ist mehr als nur ein Kalendereintrag. Es ist ein Tag zum Hinschauen auf unsere Bäche und Flüsse.

Doku in der ARD-Mediathek ARD Story: Unsere Flüsse – Wie retten wir Deutschlands Lebensadern?

Wie geht es den 500.000 Kilometer Fließgewässern, die sich durch Deutschland ziehen? Eigentlich sollten die Gewässer wieder natürlicher sein, doch viele Bäche und Flüsse sind durch Industrie und Landwirtschaft belastet und für die Schifffahrt verbaut.

Ulm

Studie zu Pflanzenschutzmitteln Pestizide im Wasser: Ulmer Forschung warnt vor Risiken

Ein Forscherteam aus Ulm zeigt: Schon kleinste Mengen von Glyphosat und Neonikotinoiden können Herz und Hirn von Amphibien massiv schädigen – mit Folgen für uns alle.

ARD Mitmachaktion 2024 #unsereFlüsse zeigt: 3 von 4 Bächen geht es schlecht

Das Ergebnis der ARD-Mitmachaktion steht fest: Wissenschaftler*innen sprechen von Bächen in Not: Warum die Fließgewässer Hilfe brauchen und wie Ihr aktiv werden könnt.

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Autor/in
Andrea Wiealnd