Vom Ferienlager zur Großfamilie – die Liebesgeschichte von Cornelius & Raphaela

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Von Autor/in Christopher Paul

Viele denken: Sechs Kinder sind der Wahnsinn. Aber ich komme aus einer Familie mit 14 Geschwistern – für mich sind sechs nicht viele. 

Wenn aus Freundschaft Liebe wird

Laut, lebendig und voller Leben, genauso mögen es Raphaela (40) und Cornelius (48). Kennengelernt haben sich die beiden vor vielen Jahren auf einer Jugendfreizeit in der Schweiz. Raphaela ist damals 14, Cornelius 21. Ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik und Volleyball schweißt sie näher zusammen und schon bald verbindet sie eine enge Freundschaft. „Was mir gefallen hat, war seine Fröhlichkeit und dass er einfach auch Späße gemacht hat”, erinnert sich Raphaela. 

Wort-Life-Balance: kaum Freizeit im Familienbetrieb

Erst später, als Raphaela erwachsen ist, werden sie dann ein Paar. Romantisch ist der Beginn ihrer Beziehung weniger – eher pragmatisch. Denn Cornelius hat gerade die mittlerweile über 100 Jahre alte Familiengärtnerei übernommen und befürchtet, sein Alltag wäre zu arbeitsintensiv für Raphaela. „Der Feierabend tritt gar nicht so ein wie bei anderen Leuten”, erklärt er. „Die gehen zur Arbeit, sind dort acht oder neun Stunden, kommen wieder nach Hause und alles ist vorbei. Bei mir spielt alles miteinander und ineinander über, sieben Tage die Woche. Selbst am Sonntag bleibt nicht mehr so viel Zeit für Freizeit – leider.” Um zu sehen, wie Cornelius’ Alltag wirklich aussieht, besucht Raphaela ihren heutigen Mann damals für eine Woche und hilft in der Gärtnerei mit. „Das hat mir imponiert“, erinnert sich Cornelius. „Da wusste ich: Wenn sie sich auf das einlässt, dann ist das etwas Dauerhaftes – etwas für die Zukunft.“ 

Raphaels Herzensprojekt: ein Hühner-Verleih

Heute leben die beiden mit ihren sechs Söhnen in Gomaringen. Und auch Raphaela hat ihr Herzensprojekt gefunden: Sie kümmert sich täglich um rund 70 Hühner, die sie für Bildungszwecke an Schulen und Kindergärten verleiht. „Die Hühner sind für mich so wie mein Ausruhort“, sagt sie und lacht. „Da nervt mich keiner von den Kindern.“ Im Hühnerstall wie in der Gärtnerei packen alle mit an – Arbeit und Familienleben greifen bei Familie Grauer ganz selbstverständlich ineinander.

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Christopher Paul
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Nora Schwarz