Positives Körperbild: Roswitha (74) fühlt sich jetzt wohl in ihrer Haut

Tänzerin Roswitha (74) aus Stuttgart hat einen langen Weg hinter sich, um ihren Körper so zu akzeptieren und zu lieben, wie er ist. Wie sie das geschafft hat, erzählt sie uns.

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Stand

Ich fühle mich heute stark, weil ich meine: So wie ich bin, bin ich voll okay. Ich bin absolut mit mir im Reinen.

„Heute fühle ich mich deutlich wohler wie als Teenie.”

Als Jugendliche fühlt sich Roswitha nicht wohl in ihrem Körper: „Ich war ein Schlaks als Teenager. Ich habe ein viel zu breites Kreuz gehabt. Ich war überhaupt nicht grazil. Ich habe fast null Busen gehabt und habe wirklich darunter gelitten. Mein Selbstwertgefühl war früher sehr bescheiden. Ich erinnere mich, dass ich nicht mal sprechen konnte, ohne dass ich glutrot geworden bin und Schweißausbrüche gekriegt habe.“

 Body Positivity: Ein gutes Körpergefühl durchs Tanzen

Mit 30 Jahren beginnt Roswitha mit zeitgenössischem Tanz. 10 Jahre später steht sie für Auftritte auf der Bühne. Bis sie 60 ist, tanzt sie regelmäßig Butoh und Modern Dance. Butoh ist ein japanischer Ausdruckstanz, ganz ohne Musik. Durch das Tanzen ändert sich Roswithas Körpergefühl: „Ich merke, dass ich durch das Tanzen, durch diese Auftritte immer sicherer geworden bin. Bis hin, dass ich heute eigentlich ganz spontan auch im Freien tanzen könnte. Und mir ist es vollkommen wurscht, wer zuguckt oder was die Leute denken.“

Oberkörperfrei auf der Bühne mit 74 und Hängebusen

Roswitha tanzt heute regelmäßig in Gruppen für Tanzimprovisation und Tanztheater. Dabei geht es hauptsächlich darum, mit dem Körper Emotionen auszudrücken. Für einige Auftritte steht Roswitha auch oberkörperfrei auf der Bühne. „Das war für mich überhaupt keine Frage. Je nach Stück ist es so was von normal, meinen Körper zu zeigen. Und wenn die Brüste hängen, dann ist es eben für mein Alter auch eine ganz normale Angelegenheit.“

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