Es fing mit drei an, dass ich schrecklich müde war, als Kind und so einen dicken Bauch hatte und niemand herausgefunden hat, woher das kam.
Dorothee wird mit 3 Jahren sehr krank. Die Eltern gehen von Arzt zu Arzt. Doch lange ist unklar, was Dorothee fehlt. Mit vier Jahren kommt ein junger Arzt darauf, dass man die Milz entfernen muss. Danach wird es besser. Doch ihre vollständige Genesung zieht sich bis zu ihrem 21. Lebensjahr. Bei all ihren Krankenhausaufenthalten gibt es eine Sache, die ihr Halt gibt: das Vorlesen. Ihre Eltern lesen ihr jeden Tag vor und sie hat diese Zeit in sehr guter Erinnerung.
„Die Kindergeschichten, die lenken ab, die zeigen einem eine Traumwelt, in die man sich hineinversetzen kann, die einen ablenken und schöne Sachen aufzeigen. Ich glaube, das hilft als Kind sehr.“ Die Zeit im Krankenhaus prägt Dorothee nachhaltig. Sie kann aber nach der OP ein normales Leben auf dem Dorf führen. Sie schließt die Schule ab und macht eine Ausbildung, heiratet. Doch es tauchen wieder Beschwerden auf, nur diesmal auf andere Weise.
„Es kann so ein Wendepunkt mit Ende 20, da habe ich richtig Bauchgrummeln bekommen und Panikattacken. Und ich habe mir überlegt, woher das kommt.“ Für Dorothee beginnt erneut die Suche nach der Ursache. Sie findet heraus, dass ihre Probleme auf unverarbeitete Ängste aus ihrer Kindheit zurückzuführen sind. Daraufhin macht Dorothee eine Therapie und arbeitet die Zeit im Krankenhaus auf und verändert ihr Leben radikal. Sie lässt sich scheiden, beginnt Kindergeschichten zu schreiben und geht auf Weltreise.
„Mein größter Traum ist das noch mehr Mamas und Papas und noch mehr Omas und Opas und alle Menschen der Welt Kindern Geschichten vorlesen, meine Geschichten natürlich vorlesen. Und dass ich mit meinen Kindergeschichten Kindern Mut machen kann und ihnen zeigen kann, dass alle schaffen können, was sie wollen.“
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