Geld ist nicht alles. Aber Mensch ist teuer – Mensch ist alles!
James stammt aus Ghana. Bevor er nach Deutschland kam, besuchte er eine deutsche Sprachschule in Südafrika. Abends nach dem Unterricht ging er in Friseursalons und ließ sich das Haareschneiden beibringen: „Die afrikanischen Haare sind besonders und die Afrikaner brauchen einen eigenen Friseur. Also ich habe mich schon lange vorbereitet, dass wenn ich komme, ich sowas arbeiten kann.“
In Deutschland angekommen arbeitet James jedoch zunächst als Maurer. Doch ein Friseurbesuch ändert sein Leben: Weil er keinen afrikanischen Friseursalon finden kann, lässt er sich bei einem deutschen Friseur die Haare schneiden – doch der Friseur konnte mit James Haaren nicht umgehen und der Haarschnitt ging schief. „Ich habe den ganzen Tag geweint“, erzählt James, „Dann habe ich mir gedacht, ich muss versuchen, sowas nach Mainz bringen!“
Neustart mit Friseursalon
James kündigt seinen Job und eröffnet einen Friseursalon. Doch genau dann kommt Corona. Um sein Geschäft zu retten, beginnt er, afrikanische Lebensmittel anzubieten, da Lebensmittelläden geöffnet bleiben durften. Heute vereint sein Laden Haarschnitte und Lebensmittel an einem Ort.
Er ist mehr als nur ein Geschäft – er ist ein Treffpunkt und, wie James sagt, „ein Haus für alle Afrikaner, oder für alle!“ Einige Kunden erzählen, dass sie in ihrem Alltag oft die einzige Person aus Afrika seien. Der Laden ist neben der Kirche einer der wenigen Orte, an dem sie ihre Muttersprache sprechen und eine Verbindung zur alten Heimat spüren können. Die Türen stehen jedoch allen offen: In letzter Zeit kommen immer mehr nicht-afrikanischstämmige Kunden, die im Internet auf Rezepte für Gerichte wie Fufu gestoßen sind. James freut sich darüber und erklärt im Laden gerne, wie diese Gerichte zubereitet werden.
Zukunftsplan Restaurant
Sein Traum ist es, eines Tages ein Restaurant zu eröffnen, um die Küche seiner Heimat Ghana bekannter zu machen und anderen näherzubringen.
Die ganze Reportage über James und seinen Laden findet ihr hier:
5 Jahre nach der Krebsdiagnose
Wir begleiten Angi aus Rangendingen schon seit 5 Jahren – seit ihrer Blutkrebsdiagnose. Heute geht es ihr gut. Aber sie lebt anders als früher.
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