Gemeinsam statt Einsam - Unterwegs für Seniorinnen und Senioren

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Von Autor/in Michèle Kraft, Inga Malin Köberich, Riccardo Prevete

Ich engagiere mich schon seit zehn Jahren. Das gibt mir immer sehr viel. Und als ich nach Bad Dürkheim gezogen bin, war direkt klar: Ich suche mir hier auch etwas.

Als Tina aus beruflichen Gründen mit ihrem Partner nach Bad Dürkheim zieht, fühlt sie sich zunächst einsam. Eine neue Stadt, noch keine sozialen Kontakte und ein ungewohntes Umfeld: „Es gab mal eine Zeit im Leben, in der ich mich sehr einsam gefühlt habe. Ich habe Familie und Freunde und trotzdem war da ganz tief in mir dieses Gefühl. Das betrifft einfach so viele Menschen. Das habe ich schwer ausgehalten und wollte einfach helfen.“

Tina will sich ehrenamtlich engagieren

Soziales Engagement war schon immer ein wichtiger Bestandteil in Tinas Leben. Als sie im Internet auf den Seniorenbus des Bürgervereins Bad Dürkheim stößt, weiß sie sofort: Das ist ihre Chance, etwas Sinnvolles zu tun und gleichzeitig in der neuen Stadt anzukommen. Mit dem Seniorenbus übernimmt sie heute regelmäßig Fahrten für mobilitätseingeschränkte Menschen, die ohne Unterstützung kaum Möglichkeiten haben, von A nach B zu kommen. Ob Arzttermine, Besuche im Pflegeheim, Einkaufen oder ein gemütlicher Kaffeeplausch – Tina holt ihre Fahrgäste direkt zu Hause ab und bringt sie sicher wieder zurück.

Der Seniorenbus hilft auch Tina, in Bad Dürkheim richtig anzukommen: „Als ich mit dem Seniorenbus angefangen habe, bin ich nur als Beifahrerin gefahren, weil ich mich ja gar nicht auskenne. Und mittlerweile kenne ich die Stadt so gut. Das hat mir richtig geholfen.“

Gebraucht werden, sozialer Kontakt und gute Gespräche geben Tina Kraft und Energie. Der Seniorenbus ist für sie der perfekte Ausgleich zum Arbeitsalltag. „Durch den Seniorenbus nehme ich mit, Frohsinn zu bewahren, Gelassenheit zu haben, aktiv zu bleiben und auch mal nach Hilfe zu fragen. Ein Leben ohne Ehrenamt kann ich mir aktuell nicht vorstellen.“

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