Caroline schafft es auf den ersten Arbeitsmarkt

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Von Autor/in Michèle Kraft, Leah Gand

Menschen mit Handicap kann man auch mal eine Chance geben. So wie jetzt mit mir.

Für immer in der Werkstatt zu arbeiten, kam für Caroline nicht in Frage. Deshalb geht sie zu ihrem Ansprechpartner in den Werkstätten. „Dann habe ich ein Gespräch mit ihm geführt, wie das ist, wenn ich außerhalb ein Praktikum mache. Und dann habe ich gesagt, dass ich gerne im Einzelhandel oder beim Bäcker arbeiten würde.“ Schließlich bekommt sie einen Praktikumsplatz im Bäckerei Café Melm. „Das Praktikum hat mir so gut gefallen, dass ich verlängert habe. Und dann habe ich gesagt, dass ich gerne einen Vertrag hätte. Und seitdem bin ich jetzt hier.“

Die Angebote der Werkstatt kann sie weiterhin nutzen. Um mit der Kasse besser umgehen zu können, besucht sie jeden Montag einen Rechenkurs in der Werkstatt. „Plus, minus, da wo es halt bei mir hapert“, erzählt sie. „Weil in der Schule, wo ich war, haben wir sowas nicht gehabt. Deshalb war ich ja schlecht im Rechnen. Aber es läuft eigentlich sehr gut.“

Es gab auch Momente, in denen sie zweifelte. „Ich habe gedacht: ‚Ich schmeiße mal das Handtuch und geh wieder zurück.‘ Weil es mir dann halt zu viel war.“ Doch ein Gespräch mit ihrem Ansprechpartner kann ihr helfen. „Das hat mir auch gutgetan. Und dann habe ich es durchgezogen durch seine Hilfe.“

Caroline wohnt zusammen mit ihrem Partner in einer eigenen Wohnung. Für sie ist klar: „Die Bäckerei ist mein zweites Zuhause. Auch wenn ich Urlaub habe, komme ich gerne hierher zum Kaffeetrinken, Essen oder einfach zum Quatschen.“ Außerdem sagt sie: „Ich bin dankbar, dass ich hier arbeiten darf. Dass die Leute mir eine Chance gegeben haben und Menschen mit Handicap einstellen.“

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