„Man muss sich mal überlegen, was für eine lange Reise ein Kleidungsstück hinter sich hat. Kleidung wird durch die halbe Welt transportiert. Es macht mich einfach wütend, wenn es dann wertlos in irgendeiner Ecke im Laden hängt.“ (Hannah, aus Weisenheim am Berg)
Während Hannah bei einem großen Modekonzern arbeitet, stellt sie mit Erschrecken fest, wie kurzlebig die Modebranche ist. Wöchentlich kommt eine neue Kollektion in die Läden. Die Kleidungsstücke der letzten Woche werden dann mit Prozenten in die Ecke des Ladens gehangen und verlieren somit schnell ihren Wert.'
Dabei spielt Mode eine große Rolle in Hannahs Leben: „Ich liebe es, mich in der Mode auszuprobieren und mit meiner Kleidung zu zeigen, wer ich bin und wie ich mich an dem Tag fühle.“ Aber den beruflichen Modealltag konnte Hannah nicht mehr mit ihrem Lebensstil vereinbaren und kündigte ihren Job.
„In meinem privaten Leben ist mir Nachhaltigkeit so wichtig. Da war für mich klar, ich muss beruflich was verändern und möchte kein Teil mehr eines Konzerns sein, der Fast Fashion betreibt.“
Nachhaltigkeit in der Modebranche
Hannah will nicht nur selbst auf nachhaltige Mode achten, sondern möchte aktiv werden: „Mich spricht nachhaltige Mode optisch oft nicht an. Viele Kleider sind zum Beispiel oft sehr gerade geschnitten. Ich denk mir immer warum? Let’s do it sexy!“ Mit einer Freundin gründet sie ein eigenes Modelabel. Gemeinsam mit zwei Familienunternehmen in Portugal arbeiten sie daran, Kleidung ausschließlich mit natürlichen Materialien zu produzieren. Weder in den Stoffen noch in den Nähten oder Aufdrucken soll Mikroplastik verwendet werden. Denn das große Ziel ihres Unternehmens ist es, Kleidung so zu produzieren, dass sie kompostierbar und kreislauffähig wird.
„Wir wollen einfach zeigen, wie langlebig, nachhaltig und fair aber auch schön, elegant und ausdrucksstark Mode sein kann.“
Wenn dein Sohn dein Chef wird: Rainer (64) übergibt Sohn Marcel (27) seine Autowerkstatt
Marcel wächst im Familienbetrieb auf, den sein Papa Rainer (64) aufgebaut hat. Seit zwei Jahren leitet der 27-Jährige nun die Autowerkstatt. Vater und Sohn erzählen, wie sie den Generationswechsel erlebt haben.
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