Nach langem Suchen endlich Traumberuf Lampenschirmbauerin gefunden

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Von Autor/in Marc Steffgen

Mira war unglücklich mit ihrem Leben. Ihr gut bezahlter Job als Betriebswirtin in Luxemburg erfüllte sie nicht mehr. Jahrelang hat die 34-Jährige nach ihrer Berufung gesucht und sie in einem sehr seltenen Kunsthandwerk gefunden: dem Lampenschirmbau. In einem Trödlerladen entdeckt sie einen alten Lampenschirm und fängt an, ihn zu restaurieren.

Vieles hat Mira schon ausprobiert, denn sie spürt, dass sie eine künstlerische Ader hat. Lampenschirme zu restaurieren ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, bei der es um Millimeter geht. Doch genau das weckt das Interesse bei der bekennenden Perfektionistin. „Sonst bin ich so jemand, wenn etwas nicht geht: weg damit, passé! Aber hier hatte ich Interesse und ich habe es wertgeschätzt. Es war nicht perfekt aber dieses hungrige Gefühl in mir stieg und stieg. Ich wollte mehr.“

Hunger nach Handwerk

Mira möchte von das Handwerk lernen, sucht nach Tipps und Anleitungen. Doch die wenigen, die sich mit dem Lampenschirmbau auskennen, wollen ihr Wissen nicht preisgeben. Ausbildungsplätze gibt es auch keine. Irgendwann findet sie dann eine Französin in der Nähe von Bordeaux, die das uralte Handwerk lehrt. „Es ging ihr nicht um das Geld, Reichtum und Erfolg. Es war für sie ein Schatz dieses Handwerk weiterzugeben.“

Und so stellt Mira heute selbst Lampenschirme her. Fertig ausgebildet hat sie den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Ihr Mann unterstützte sie dabei, kaufte das Nachbarhäuschen und richtete ihr dort ein Atelier ein. Neben Lampen verkauft Mira auch Vintage-Möbel. Noch kann sie nicht davon leben, aber sie hat einen langen Atem, denn sie hat ihren Traumberuf gefunden.

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