Abenteuer eigener Campingplatz am Rhein – ein Familienbetrieb

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Von Autor/in Abenteuer eigener Campingplatz

So ein bisschen fühlt sich das an, finde ich, als ob wir noch mal ganz neu anfangen würden, obwohl wir ja eigentlich schon eine Saison jetzt hinter uns haben.

Abenteuer eigener Campingplatz

Die Schwestern Debby (29) und Mi (34) haben es gewagt. Letztes Jahr übernahmen sie den Campingplatz in ihrem Heimatort Oberwesel – ohne Vorkenntnisse, dafür mit viel Mut und dem Glauben, das irgendwie alles zu schaffen. Denn eigentlich ist Mi Gemeindereferentin und Debby Hebamme. Für den Campingplatz haben beide ihre Jobs aufgegeben. Was sie nicht können, bringen sie sich einfach bei. „Geht nicht“ gibt’s bei den Schwestern nicht. Und Mi ist froh darüber, dass sie und ihre Schwester sich so gut ergänzen.

„Debby ist immer entspannt, egal was ist, das bin ich nicht, weil ich kriege dann die Krise und denke, wir müssen alles absagen und so und wenn sie entspannt ist, dann bin auch ich entspannter, wenn sie es auch ist, und es klappt ja immer alles.“


Können sie das Level halten?

Die erste Saison lief super, der Platz war oft voll und die Camper glücklich und zufrieden. Doch nun ist der Welpenschutz vorbei und Mi macht sich Druck.

Unser Steuerberater war zufrieden mit uns, wir haben tatsächlich schwarze Zahlen gemacht. Die Messlatte ist sehr sehr hoch, dieses Jahr denkst du, wir müssen da wieder anknüpfen.

Debby und Mi müssen beweisen, dass sie das hohe Energielevel dauerhaft halten können. Denn manche Tage auf dem Campingplatz sind der absolute Ausnahmezustand: Gäste checken ein, die Toiletten laufen über, eine Lieferung kommt an und jemand beschwert sich.

„Also der Campingplatz fordert körperlich einfach sau. Es gab Tage, da habe ich einfach aufgegeben, hab hier geschlafen und war zwei Wochen lang nicht zu Hause.“

Arbeiten und schlafen auf kleinstem Raum.

Ganz neu haben sie ihre Rezeption – ein zweistöckiges Tiny House, in dem sie unten die Gäste ein- und auschecken können und oben ihren privaten Bereich haben.

Auch wenn alles drunter und drüber geht, hilft es zu lachen, meinen die Schwestern. Denn nur entspannt und mit viel Flexibilität könne man es schaffen, als Quereinsteigerinnen einen Campingplatz zu leiten.
Und auch wenn’s knallt – was die beiden gut können, ist sich ganz schnell wieder vertragen, das haben sie gelernt, als Kinder einer Großfamilie.

Die ganze Doku gibt es hier

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