Wenn die Patienten zum Beispiel auf dem Weg zum OP sind, dann gehört auch, die Angst ein wenig nehmen, zu meinem Job.
Er kennt das Krankenhaus wie sonst niemand
Florian ist den ganzen Tag zwischen den Stationen und Behandlungsräumen unterwegs. Denn sein Job ist es, Patienten, Blutprodukte, sonstige Proben oder Eigentum der Patienten zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bringen. In einer Schicht können da auch mal 16 Kilometer Fußweg zusammenkommen. Die meisten Patienten werden in Betten transportiert, einige auch in Rollstühlen oder zu Fuß. Bei so einem großen Krankenhaus mit unzähligen Stationen manchmal gar nicht so einfach: „Ich habe bestimmt 6 Wochen gebraucht, um mich hier zurechtzufinden. Aber ich nenne es nicht verlaufen, ich nenne es einen kleinen Umweg gehen. Und das ist mir genau einmal passiert.“
So viel verdient Florian in der Patientenlogistik
Rund 1.800 Euro ist Florians monatliches Netto-Grundgehalt. Mit Zuschlägen für Feiertage, Wochenenden und Nachtschichten landet er häufig auch bei 2.300 Euro. Für den Vollzeitjob in der Patientenlogistik, für den man keine Ausbildung braucht, findet Florian das ganz okay: „Ich sage mir, solange ich alles davon zahlen kann und immer noch etwas übrigbleibt, wo ich sagen kann, ich mache einen Urlaub, finde ich das in Ordnung.“
Krankenpflege wäre nichts für ihn
Zuletzt hat Florian im Einzelhandel gearbeitet. Auf den Job ist er durch seine beiden Schwestern gekommen, die beide als Pflegekräfte beziehungsweise Stationsleitung im Klinikum arbeiten. Selbst in die Pflege zu gehen, kann sich Florian aber nicht vorstellen: „Im Krankentransport habe ich doch nochmal eine gewisse Distanz zu den Patienten. In der Pflege arbeite ich Tag für Tag an den Patienten. Dafür wäre ich zu nah am Wasser gebaut. Ich könnte mit manchen Schicksalen sehr schlecht umgehen.
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