"Wir haben uns gesagt, wir schmeißen jetzt nochmal alles in eine Waagschale und wagen das große Abenteuer."
Ein Neuanfang
Mit der Geburt ihres Kindes bemerken Urs und Ute, dass sie in ihrem Leben eine Veränderung wollen. Sie träumen von mehr Selbstbestimmung und mehr Lebensqualität in ihrem gemeinsamen Leben. Außerdem möchten sie ihr Berufsleben in ihr Familienleben integrieren und fassen deshalb den Entschluss, ihre Jobs zu kündigen und sich einen Gasthof zu kaufen. Das sechs Hektar große Areal des Gasthofes „Zum wilden Michel“ wird kurzerhand in einen Campingplatz verwandelt. Als komplette Neulinge der Branche stehen die Beiden jedoch vor großen Herausforderungen.
„Am Anfang war es schon arg turbulent und wir hatten ziemlich viel um die Ohren. Mittlerweile wird alles immer strukturierter, besser und mit jedem Tag schöner,“ erzählt Urs.
Rückschläge überwinden
Neben den organisatorischen Herausforderungen müssen sich die beiden Ende 2021 auch mit Corona auseinandersetzen. “Letzten Dezember hatten wir das ganze Haus vollgebucht, dann kam Omikron und du sitzt an einem Samstagabend plötzlich alleine in deiner Gaststube,” erzählt uns Urs. Doch auch das kann die beiden nicht aufhalten.
Eine große Familie
Auf dem Campingplatz gibt es einen starken Zusammenhalt, das Projekt steht im Vordergrund und alle Beteiligten packen mit an. „Nicht nur die Schwiegereltern und unser Sohn, sondern auch acht weitere Menschen leben mit uns im Gasthaus und somit rücken wir immer mehr zusammen, wie eine Familie,“ beschreibt Urs das Zusammenleben.
Let´s get loud!
Heute, ein Jahr später, herrscht reges Treiben auf dem Campingplatz, die Gäste erfreuen sich an der schönen Kulisse im Schwarzwald und begrüßen, mit welcher Einstellung Urs und Ute ihren Campingplatz führen. Denn auf dem Platz wird ständig für Live-Musik gesorgt und dabei kommt kein Genre zu kurz. Urs ist ein großer Fan jeglicher Musik: Von Blaskapellen bis hin zu Heavy-Metal darf alles gespielt und laut gefeiert werden. „Wir sind der ‘Wilde Michel’, bei uns darf man all das, was man auf anderen Plätzen nicht darf.“
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