Das Training endet nie, Erziehung erst recht nicht. Man darf nicht vergessen: Es sind nun mal Wildtiere.
Ankes Liebe für Tiere
Anke wächst mit vielen Haustieren auf und bekommt mit sechs Jahren ihr erstes eigenes. Um Verantwortung und Fürsorge zu lernen, musste sie davor ein Jahr lang die Wellensittiche ihrer Eltern versorgen. Mit 17 Jahren entscheidet sie sich für einen Papagei, einen Ara.
Artgerechte Haltung von Papageien
Doch Papageien artgerecht zu halten, sei nicht einfach und ist mit viel Mühen verbunden, erzählt uns Anke. Ihr erster Papagei macht ihr zu Beginn Sorgen. Er sorgt bei ihr für mehrere Kapselquetschungen und blutige Hände: „Ich war irgendwann nur noch mit Bauhandschuhen an diesem Vogel dran und hatte wahnsinnige Angst davor.“ Doch Anke gibt nicht auf. Tägliches Training helfen ihr und dem Papagei eine gute Beziehung und Vertrauen aufzubauen.
Tägliches Training mit den Haustieren
Mittlerweile hat Anke einen Schwarm von vier Papageien. Die nimmt sie sogar mit in den Urlaub: „Ich war an der Nordsee mit Simba und habe ihn frei fliegen lassen. Dann kamen acht Silbermöwen und haben ihn angegriffen.“ Glücklicherweise konnte Simba unverletzt landen. Obwohl Anke ihre Papageien seit acht Jahren hält, trainiert sie sie noch täglich. Das Training ist wichtig, damit das Erlernte nicht in Vergessenheit gerät, erklärt sie.
Leben mit Papageien
Trotz der großen Verantwortung sind Anke und ihre Papageien unzertrennlich. „Sie sind wie meine Kinder. Was ich schon alles mit ihnen durchgemacht habe. Sie sind mir ans Herz gewachsen.“
Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Papageien in der Wohnung die Schränke anknabbern oder die Tapete abziehen wollen. Mittlerweile genüge hier ein lautes „Nein“, da Anke als Schwarmoberhaupt akzeptiert sei.
Aufklärung auf Social Media
Anke ist es wichtig, über das Leben mit den Papageien zu berichten. Das macht sie auf ihren Social Media Accounts: „Ich zeige, was man machen kann, um ihnen ein möglichst schönes Leben zu gewähren. Ich hoffe aber auch, dass man sieht, wie viel ich putze, wie viel Dreck die machen, wie laut die sind. Die Leute sollen sehen, dass man sich nicht mal einfach so Papageien kauft. Die passen nicht zu jedem Menschen.” Wichtig ist es Anke auch zu sagen, dass nur weil die Tiere schön aussehen, sich nicht jeder einen Papagei kaufen sollte.